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ZWEITER AUFZUG Klingsors Zaubershloss. Im inneren Verliesse eines nach oben offenen Turmes. Steinstufen führen nach dem Zinnenrande der Turmmauer; Finsternis in der Tiefe, nach welcher es von dem Mauervorsprunge, den der Boden darstellt, hinabführt. Zauberwerkzeuge und nekromantische Vorrichtungen |
Music |
ACT TWO Klingsor's magic castle. The inner keep of a tower open to the sky. Stone steps lead to the battlements on the tower wall. The stage represents the projecting wall of the tower, which leads down into darkness below. Implements of witchcraft and necromantic apparatus. |
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KLINGSOR (auf dem Mauervorsprunge zur Seite, vor einem Metallspiegel sitzend) Die Zeit ist da. - Schon lockt mein Zauberschloss den Toren, den kindisch jauchzend, fern ich nahen seh'. - Im Todesschlafe hält der Fluch sie fest, der ich den Krampf zu lösen weiss. - Auf denn! Ans Werk! (Er steigt, der Mitte zu, etwas tiefer hinab und entzündet dort Räucherwerk, welches alsbald einen Teil des Hintergrundes mit einem bläulichen Dampfe erfüllt. Dann setzt er sich wieder vor die Zauberwerkzeuge und ruft, mit geheimnisvollen Gebärden, nach dem Abgrunde.) Herauf! Herauf! Zu mir! Dein Meister ruft dich Namenlose, Urteufelin, Höllenrose! Herodias warst du, und was noch? Gundryggia dort, Kundry hier: Hieher! Hieher denn! Kundry! Dein Meister ruft: herauf! (In dem bläulichen Lichte steigt Kundrys Gestalt herauf. Sie scheint schlafend. Sie macht die Bewegung einer Erwachenden. Sie stösst einen grässlichen Schrei aus.) Erwachst du? Ha! Meinem Banne wieder verfallen heut du zur rechten Zeit. (Kundry lässt ein Klagegeheul, von grösster Heftigkeit bis zu bangem Wimmern sich abstufend, vernehmen.) Sag', wo triebst du dich wieder umher? Pfui! dort bei dem Rittergesipp', wo wie ein Vieh du dich halten lässt? Gefällt dir's bei mir nicht besser? - Als ihren Meister du mir gefangen - haha! - den reinen Hüter des Grales, was jagte dich da wieder fort? |
Music |
KLINGSOR (on the projecting wall, to one side, sitting before a metal mirror) The time has come. My magic castle lures the fool, whom I see approaching from afar, shouting boyshly. In deathly sleep the woman is held fast by the curse whose grip I have the power to loosen. Up then! To work! (He descends slightly towards the centre and lights incense, which instantly fills the background with blue smoke. Then he seats himself again before his magic mirror and call with mysterious gestures into the depths:) Come up! Come up! To me! Your master calls you, nameless one, primaeval witch, rose of hell! You were Herodias, and what else? Gundryggia there, Kundry here! Come here! Come hither, Kundry! Your master calls: obey! (Kundry's shape arises in the bluish light. She seems asleep. Gradually however she moves like one awaking. Finally she utters a terrible scream.) Are you waking? Ha! To my power you fall again today, at the right time. (Kundry itters a laud wail that subsides to a frightened whimper.) Say, where have you been roaming again? Fie! There among the knights and their circle where you let yourself be treated like beast! Do you not fare better with me? When you captured their master for me - ha ha! - that chaste guardian of the Grail - what drove you forth again? |
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KUNDRY (rauh und abgebrochen, wie im Versuche, wieder Sprache zu gewinnen) Ach! - Ach! Tiefe Nacht... Wahnsinn... Oh! - Wut... Ach! Jammer! Schlaf... Schlaf... tiefer Schlaf... Tod! |
KUNDRY (hoarsely and brokenly, as if striving to regain speech) Oh! - Oh! Blackest night! Frenzy! - O rage!... O misery!... Sleep... sleep... deep sleep!... death! |
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KLINGSOR Da weckte dich ein andrer? He? |
KLINGSOR Did another awaken you? Eh? |
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KUNDRY (wie zuvor) Ja... Mein Fluch! Oh! - Sehnen... Sehnen! |
KUNDRY Yes... my curse!... O yearning... yearning! |
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KLINGSOR Haha! dort nach den keuschen Rittern? |
KLINGSOR Ha ha! There, for the saintly knights? |
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KUNDRY Da... da... dient' ich. |
KUNDRY There... there I served. |
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KLINGSOR Ja, ja, den Schaden zu vergüten, den du ihnen böslich gebracht? Sie helfen dir nicht: feil sind sie alle, biet' ich den rechten Preis; der festeste fällt, sinkt er dir in die Arme, und so verfällt er dem Speer, den ihrem Meister selbst ich entwandt. - Den Gefährlichsten gilt's nun heut zu bestehn: ihn schirmt der Torheit Schild. |
KLINGSOR Yes, to make good the wrong that you had maliciously done them? They will not help you; if I bid the right price they are all venal; the steadiest will fall when he sinks in your arms, and so be brought low by the Spear which I myself seized from their master. Now today we have the most dangerous to meet; he is shielded by his foolishness. |
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KUNDRY Ich - will nicht! - Oh... Oh!... |
KUNDRY I... will not... Oh!... Oh! |
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KLINGSOR Wohl willst du, denn du musst. |
KLINGSOR You will, because you must. |
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KUNDRY Du... kannst mich... nicht... halten. |
KUNDRY You... cannot... force me. |
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KLINGSOR Aber dich fassen. |
KLINGSOR But I can hold you. |
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KUNDRY Du?... |
KUNDRY You? |
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KLINGSOR Dein Meister. |
KLINGSOR Your master. |
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KUNDRY Aus welcher Macht? |
KUNDRY By what power? |
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KLINGSOR Ha! - Weil einzig an mir deine Macht nichts vermag. |
KLINGSOR Ha! Since only with me does your power avail you nothing. |
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KUNDRY (grell lachend) Haha! - Bist du keusch? |
KUNDRY (laughing shrilly) Ha ha! Are you chaste? |
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KLINGSOR (wütend) Was frägst du das, verfluchtes Weib? - (Er versinkt in finstres Brüten) Furchtbare Not! - So lacht nun der Teufel mein, dass einst ich nach dem Heiligen rang? Furchtbare Not! Ungebändigten Sehnens Pein, schrecklichster Triebe Höllendrang, den ich zum Todesschweigen mir zwang, lacht und höhnt er nun laut durch dich, des Teufels Braut? Hüte dich! Hohn und Verachtung büsste schon einer: der Stolze, stark in Heiligkeit, der einst mich von sich stiess: sein Stamm verfiel mir, unerlöst soll der Heiligen Hüter mir schmachten, und bald - so wähn' ich - hüt' ich mir selbst den Gral. - Haha! Gefiel er dir wohl, Amfortas, - der Held, - den ich dir zur Wonne dir gesellt? |
KLINGSOR (furiously) Why do you ask this, accursed witch? (He sinks into gloomy brooding) Dire distress! So now the fiend mocks me that once I strove after holiness? Dire distress! The pain of untamed desire, most horrible, hell-inspired impulse which I had throttled to deathly silence - does it now laugh aloud and mock through you, bride of the devil? - Beware! One man already repents his contempt and scorn, that proud man, strong in holiness, who once drove me out. His race I ruined; undredeemed shall the guardian of the holy treasure languish; and soon - I know it - I myself will guard the Grail - Ha ha! How did you like the hero Amfortas whom I ensnared to your charms? |
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KUNDRY Oh! Jammer! Jammer! Schwach auch er! - Schwach - alle!... Meinem Fluche mit mir alle verfallen! - Oh, ewiger Schlaf, einziges Heil, - wie, - wie dich gewinnen? |
Music |
KUNDRY O anguish! Anguish! He too was weak!... Weak are they all! All fall victim to my curse! - O endless sleep, only release, how can I win you? |
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KLINGSOR Ha! Wer dir trotzte, löste dich frei: versuch's mit dem Knaben, der naht! |
KLINGSOR Ha! He who spurns you sets you free: attempt it with the boy who is drawing near! |
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KUNDRY Ich will nicht! |
KUNDRY I... will not! |
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KLINGSOR (steigt hastig auf die Turmmauer) Jetzt schon erklimmt er die Burg. |
KLINGSOR (hastily mounting the tower wall) He is already mounting the tower. |
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KUNDRY Oh! - Wehe! Wehe! Erwachte ich darum? Muss ich? Muss? - |
KUNDRY Alas! Alas! Did I wake for this? Must I? Must I? |
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KLINGSOR (hinabblickend) Ha! - Er ist schön, der Knabe! |
KLINGSOR (looking down) Ha! The boy is handsome! |
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KUNDRY Oh! - Oh! - Wehe mir! - |
KUNDRY Oh! Woe is me! |
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KLINGSOR (stösst, nach aussen gewandt, in ein Horn) Ho! - Ihr Wächter! Ho! Ritter! Helden! - Auf! - Feinde nah! (Aussen wachsendes Getöse und Waffengeräusch) Ha! Wie zur Mauer sie stürmen, die betörten Eigenholde, zum Schutz ihres schönen Geteufels! - So! Mutig! Mutig! Haha! Der fürchtet sich nicht: dem Helden Ferris entwand er die Waffe, die führt er nun freislich wider den Schwarm (Kundry gerät in unheimliches ekstatisches Lachen bis zu krampfhaftem Wehegeschrei.) Wie übel den Tölpeln der Eifer gedeiht! Dem schlug er den Arm, - jenem den Schenkel! Haha! Sie weichen! Sie fliehen. (Kundry verschwindet. Das bläuliche Licht ist erloschen, volle Finsternis in der Tiefe, wogegen glänzende Himmelsbläue über der Mauer.) Seine Wunde trägt jeder nach heim! - Wie das ich euch gönne! - Möge denn so das ganze Rittergezücht unter sich selber sich würgen! Ha! Wie stolz er nun steht auf der Zinne! Wie lachen ihm die Rosen der Wangen, da kindisch erstaunt in den einsamen Garten er blickt! He! Kundry!... (Er wendet sich nach der Tiefe des Hintergrundes um. - Da er Kundry nicht erblickt:) Wie? Schon am Werk? - Haha! Den Zauber wusst' ich wohl, der immer dich wieder zum Dienst mir gesellt! (Sich wieder nach aussen wendend) Du da, - kindischer Spross! Was auch Weissagung dich wies, zu jung und dumm fielst du in meine Gewalt: die Reinheit dir entrissen, bleibst mir du zugewiesen! |
KLINGSOR (leaning out, blows a horn) Ho, guards! Ho, knights! Heroes! Up! Foes are at hand! Ha! How they rush to the ramparts, my deluded garrison, to defend their beautiful witches! - Yes! Courage! Courage! - Ha ha! He is not afraid; he has disarmed brave Sir Ferris, whose weapon he sturdily wields against the throng. (Kundry breaks into wild hysterical laughter, which turns to a convulsive cry of woe.) How ill does his ardour accord with the dullards! He has struck one in the arm, another in the thigh! Ha ha! They weaken; they flee. (Kundry vanishes. The bluish light is extinguished, leaving total darkness below, in contrast to the bright blue sky above the walls) Each takes home a wound! Not one of them do I grudge! May the whole brood of knights thus wreak havoc on each other! Ha! How proudly he now stands on the rampart! How happily flushed are his cheeks as in childish amazement he gazes at the deserted garden! Ho, Kundry! (He turns towards the far background) What? Already at work? - Ha ha! I well know the spell that forever binds you to serve me again! (looking out again) You there, innocent lad, whatever prophecies were made you, too young and dull, you fall into my power; once deprived of purity you will remain my slave! |
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(Er versinkt schnell mit dem ganzen Turme; zugleich steigt der Zaubergarten auf und erfüllt die Bühne ganzlich. Tropische Vegetation, üppigste Blumenpracht; nach dem Hintergrunde zu Abgrenzung durch die Zinne der Burgmauer, an welche sich seitwärts Vorsprünge des Schlossbaues selbst, [arabischen reichen Stiles] mit Terrassen anlehnen. Auf der Mauer steht Parsifal, staunend in den Garten hinabblickend. - Von allen Seiten her, zuerst aus dem Garten, dann aus dem Palaste, stürzen wirr durcheinander, einzeln, dann zugleich immer mehrere, schöne Mädchen herein: sie sind mit flüchtig übergeworfenen, zartfarbigen Schleiern verhüllt, wie soeben aus dem Schlafe aufgeschreckt.) |
(He rapidly sinks with the whole tower; at the same time the magic garden rises and fills the whole stage. Tropical vegetation, luxuriant display of flowers; towards the rear the scene is bounded by the battlements of the castle walls, flanked by projecting parts of the castle itself, [in a rich Arabian style] with terraces. Upon the rampart stands Parsifal, gazing down into the garden in astonishment. From all sides beautiful maidens rush in, first from the garden, then from the palace, in wild confusion, singly then in numbers; they are clad in soft-coloured veils hastily donned, as if just startled out of sleep.) |
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MÄDCHEN (vom Garten kommend) Hier war das Tosen, Waffen, wilde Rüfe! |
MAIDENS (entering from the garden) Here was the uproar! Here! Here! Weapons! Angry clamour! Woe is us! |
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MÄDCHEN (vom Schlosse heraus) Wer ist der Frevler? Wo ist der Frevler? Auf zur Rache! |
MAIDENS (entering from the castle) Who is the miscreant? Where is the miscreant? Vengeance! |
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EINZELNE Mein Geliebter verwundet. |
SOME MAIDENS My beloved wounded? |
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ANDERE Wo find' ich den meinen? |
OTHERS Where can I find mine? |
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ANDERE Ich erwachte alleine! Wohin entfloh'n sie? |
OTHERS I awoke alone! Where have they fled? |
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IMMER ANDERE Drinnen im Saale! Wehe! Wir sah'n sie mit blutender Wunde. Auf, ihnen zur Hilfe! Wer ist der Feind? (Sie gewahren Parsifal ind zeigen auf ihn) Da steht er! Seht ihn dort, steht ihn dort! Meines Ferris Schwert in seiner Hand! Meines Liebsten Blut hab ich erkannt. Ich sah's, der stürmte die Burg! Ich hörte des Meisters Horn. Mein Held lief herzu, sie alle kamen, doch jeden empfing seine Wehr. Der schlug meinen Liebsten. Mir traf er den Freund. Noch blutet die Waffe! Du dort! Du dort! Was schufst du uns solche Not? Verwünscht, verwünscht sollst du sein! |
OTHERS Inside the palace! Alas! Alas! We saw them with bleeding wounds. Up, to their aid! Who is the foe? (They perceive Parsifal and point him out.) There he stands! See him there, see him there! My Ferris's sword is in his hand! I see my beloved's blood on it. I saw him; he climbed the rock! I heard the master's horn. My knight ran hither, they all came, but each encountered his weapon. He wounded my lover. He struck my friend. Still bloody is his weapon! You there! You there! Why create such distress? May you be accursed! |
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| (Parsifal springt etwas tiefer in den Garten herab) | (Parsifal jumps down lower into the garden.) | |
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DIE MÄDCHEN (weichen jäh zurück) Ha, Kühner! Wagst du zu nahen? Was schlugst du unsre Geliebten? |
THE MAIDENS Ah, audacious one! You dare to approach! Why did you smite our lovers? |
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PARSIFAL (hält voll Verwunderung an) Ihr schönen Kinder, musst' ich sie nicht schlagen? Zu euch, ihr Holden, ja wehrten sie mir den Weg. |
PARSIFAL Lovely children, how could I not smite them? They barred my way to you, my fair ones. |
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MÄDCHEN Zu uns wolltest du? Sahst du uns schon? |
MAIDENS Were you seeking us? Had you seen us already? |
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PARSIFAL Noch nie sah ich solch zieres Geschlecht: nenn' ich euch schön, dünkt euch das recht? |
PARSIFAL Never yet have I seen so fair a company: do you not think me right in calling you fair? |
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DIE MÄDCHEN (von Verwinderung in Heiterkeit übergehend) So willst du uns wohl nicht schlagen? |
THE MAIDENS Then you do not mean to harm us? |
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PARSIFAL Das möcht' ich nicht. |
PARSIFAL I could not do so. |
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MÄDCHEN Doch Schaden schufst du ins grossen und vielen. du schlugest unsre Gespielen! Wer spielt nun mit uns? |
MAIDENS Yet you have caused us many woes! You smote our playmates! Who now will play with us? |
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PARSIFAL Das tu' ich gern. |
PARSIFAL I will, gladly! |
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| (Die Mädchen, von Verwunderung in Heiterkeit übergegangen, brechen jetzt in ein lustiges Gelächter aus. - Während Parsifal immer näher zu den aufgeregten Gruppen tritt, entweichen unmerklich die Mädchen der ersten Gruppe und des ersten Chores hinter die Blumenhäge, um ihren Blumenschmuck zu vollenden.) | (The maidens' surprise has changed to gaiety and now break into merry laughter. - As Parsifal comes ever nearer to the excited groups, the maidens of the first Group and of the first Chorus slip away unperceived behind the banks of flowers to complete their floral adornment.) | |
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DIE MÄDCHEN (zweite Gruppe und zweiter Chor) Bist du uns hold, so bleib nicht fern! Und willst du uns nicht schelten, wir werden dir's entgelten: Wir spielen nicht um Gold, wir spielen um Minnes Sold: willst auf Trost du uns sinnen, sollst den du uns abgewinnen! |
THE MAIDENS (second Group and second Chorus) Are you kind? Then do not stay afar! And if you do not chide us, we will repay you: we do not play for gold, we play for love's dues. If you bring us consolation you shall win it from us! |
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| (Die Mädchen der ersten Gruppe und des ersten Chores kommen, mit dem Folgenden, ganz in Blumengewändern, selbst Blumen erscheinend, zurück und stürzen sich sofort auf Parsifal.) | (The maidens of the first Group and first Chorus return wholly dressed in flowers, looking like flowers themselves, and at once rush upon Parsifal.) | |
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DIE GESCHMÜCKTEN MÄDCHEN (einzeln) Lasset den Knaben! - Er gehöret mir - Nein! - Nein! - Mir! - Mir! |
THE ADORNED MAIDENS (one at a time) Leave the boy! - He belongs to me! - No! - No! - To me! - To me! |
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DIE ANDERN MÄDCHEN Ha, die Falschen! - Sie schmückten heimlich sich! (Diese entfernen sich ebenfalls und kehren alsbald in gleichem Blumenschmucke zurück) |
THE OTHERS MAIDENS Ah, the minxes! - They secretly adorned themselves. |
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DIE MÄDCHEN (während sie, wie in anmutigem Kinderspiele, in abwechselndem Reigen um Parsifal sich drehen und sanft ihm Wange und Kinn streicheln) Komm! Komm! Holder Knabe! Lass mich dir blühen! Dir zur Wonn' und Labe gilt mein minniges Mühen. |
Music |
THE MAIDENS (as they dance round Parsifal in ever-changing circles with the charm of children at play) Come, come, handsome boy! I'll be your flower! All my loving care is for your delight and bliss! |
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PARSIFAL (heiter, ruhig in der Mitte der Mädchen) Wie duftet ihr hold! Seid ihr denn Blumen? |
PARSIFAL (standing in happy calm amidst the maidens) How sweet you smell! Are you flowers then? |
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DIE MÄDCHEN (immer bald einzeln, bald mehrere zugleich) Des Gartens Zier und duftende Geister im Lenz pflückt uns der Meister! Wir wachsen hier in Sommer und Sonne, für dich erblühend in Wonne. Nun sei uns freund und hold, nicht karge den Blumen den Sold! Kannst du uns nicht lieben und minnen, wir welken und sterben dahinnen. |
THE MAIDENS The garden's pride and perfumed essence our master plucked us in Springtime! We grow here in summer and sunlight to bloom for your delight. Now be friendly and kind, do not grudge the flowers their due! If you cannot love and cherish us, we shall wither and perish. |
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ERSTES MÄDCHEN An deinen Busen nimm mich! |
FIRST MAIDEN Take me to your bosom! |
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ZWEITES Die Stirn lass mich dir kühlen! |
SECOND MAIDEN Let me cool your brow! |
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DRITTES Lass mich die Wange dir fühlen! |
THIRD MAIDEN Let me touch your cheek! |
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VIERTES Den Mund lass mich dir küssen! |
FOURTH MAIDEN Let me kiss your lips! |
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FÜNFTES Nein, ich! Die Schönste bin ich. |
FIFTH MAIDEN No! I! I am the fairest! |
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SECHSTES Nein! Ich! Ich dufte süsser! |
SIXTH MAIDEN No! I, I smell sweeter! |
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PARSIFAL (ihrer anmutigen Zudringlichkeit sanft wehrend) Ihr wild holdes Blumengedränge, soll ich mit euch spielen, entlasst mich der Enge! |
PARSIFAL (gently restraining their charming impetuosity) You wild throng of lovely flowers, if I am to play with you, give me some room! |
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MÄDCHEN Was zankest du? |
MAIDENS Why do you scold us? |
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PARSIFAL Weil ihr euch streitet. |
PARSIFAL Because you are quarrelling. |
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MÄDCHEN Wir streiten nur um dich. |
MAIDENS We are only quarrelling over you. |
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PARSIFAL Das meidet! |
PARSIFAL Have done, then! |
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ERSTES MÄDCHEN (zu dem zweiten) Du lass von ihm; sieh, er will mich. |
FIRST MAIDEN Let him be: see, he favours me! |
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ZWEITES MÄDCHEN Nein, mich! |
SECOND MAIDEN No, me! |
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DRITTES Mich lieber! |
THIRD MAIDEN Rather me! |
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VIERTES Nein, mich! |
FOURTH MAIDEN No, me! |
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EINIGE MÄDCHEN (zu Parsifal) Du wehrest mir? |
SOME MAIDENS (to Parsifal) You avoid me? |
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ANDERE Du scheuchest mich fort? |
SOME OTHERS You drive me away? |
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WIEDER ANDERE Bist du feige vor Frauen? |
SOME OTHERS Are you afraid of women? |
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ANDERE Magst dich nicht getrauen? |
SOME OTHERS Don't you dare? |
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ERSTES MÄDCHEN Wie schlimm bist du, Zager und Kalter! Die Blumen lässt du umbuhlen den Falter? |
FIRST MAIDEN How meanly timid and cold you are! Would you have the flowers woo the butterfly? |
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ANDERE MÄDCHEN Wie ist er zag! Wie ist er kalt! |
SOME OTHERS MAIDENS How faint-hearted he is! - How cold he is! |
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EINIGE Weichet dem Toren! |
SOME MAIDENS Leave him to his folly! |
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ANDERE Wir geben ihn verloren. |
OTHERS MAIDENS We give him up for lost. |
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WIEDER ANDERE Doch sei er uns erkoren! |
OTHERS MAIDENS Then let him be our choice! |
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VIELE ANDERE Nein, mir gehört er an! Nein, uns! - Auch mir! |
MANY MAIDENS No, he belongs to me! No, ours! - And me! |
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PARSIFAL (halb ärgerlich die Mädchen abscheuchend) Lasst ab! Ihr fangt mich nicht! |
PARSIFAL (half angrily driving the maidens off) Have don! You shall not catch me! |
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| (Er will fliehen, als er aus einem Blumenhage Kundrys Stimme vernimmt und betroffen still steht.) | Music | (He makes to escape, but on hearing Kundry's voice pauses in surprise.) |
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KUNDRY Parsifal! - Weile! |
KUNDRY Parsifal! - Stay! |
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| (Die Mädche sind erschrocken und haben sich alsbald von Parsifal zurückgehallen) | (The maidens are terror-struck and shrink back at once from Parsifal) | |
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PARSIFAL "Parsifal"...? So nannte träumend mich einst die Mutter. |
PARSIFAL "Parsifal"...? Once in a dream my mother called me that. |
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KUNDRY (allmählich sichtbar werdend) Hier weile, Parsifal! - Dich grüsset Wonne und Heil zumal. - Ihr kindischen Buhlen, weichet von ihm; früh welkende Blumen, nicht euch ward er zum Spiele bestellt! Geht heim, pfleget der Wunden: einsam erharrt euch mancher Held. |
KUNDRY Stay here! Parsifal! - Bliss and surpassing delight await you. You wantoning children, let him be; flowers soon to wither, with you he is not destined to play. Go home, tend the wounded; many a lonely hero awaits you. |
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DIE MÄDCHEN (zaghaft und widerstebend sich vom Parsifal entfernend) Dich zu lassen, dich zu meiden! - O wehe! O Wehe der Pein! Von allen möchten gern wir scheiden, mit dir allein zu sein. Leb' wohl! Leb' wohl! Du Holder, du Stolzer, du - Tor! (Mit dem letzten sind sie, unter Gelächter, nach dem Schlosse zu verschwunden.) |
THE MAIDENS (reluctantly leave Parsifal) Must we leave you? Must we not see you? Alas! Oh what sorrow! We would gladly be parted from all men, to be with you alone. Farewell, farewell! you charming, fair boy, you - fool! (With this last, the maidens disappear laughing into the castle.) |
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PARSIFAL Dies alles - hab' ich nun geträumt? |
PARSIFAL Have I just dreamt all this? |
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| (Er sieht sich schüchtern nach der Seite hin um, von welcher die Stimme kam. Dort ist jetzt, durch Enthüllung des Blumenhages, ein jugendliches Weib von höchster Schönheit - Kundry, in durchaus verwandelter Gestalt - auf einem Blumenlager, in leicht verhüllender, phantastischer Kleidung - annähernd arabischen Stiles - sichtbar geworden.) | (He looks round timidly to the side from which the voice came. There now appears, through an opening in the banks of flowers, a young woman of great beauty - Kundry, completely transformed - on a couch of flowers, wearing a light, fantastic, veil-like robe of Arabian style.) | |
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PARSIFAL (noch ferne stehend.) Riefest du mich Namenlosen? |
PARSIFAL Did you call me, who am nameless? |
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KUNDRY Dich nannt' ich, tör'ger Reiner, "Fal parsi", - Dich, reinen Toren: "Parsifal". So rief, als in arab'schem Land er verschied, dein Vater Gamuret dem Sohne zu, den er, im Mutterschoss verschlossen, mit diesem Namen sterbend grüsste; ihn dir zu künden, harrt' ich deiner hier: was zog dich her, wenn nicht der Kunde Wunsch? |
KUNDRY I named you, foolish innocent, "Fal parsi", you innocent fool, "Parsifal". Thus when he fell in Araby your father Gamuret called his son, to whom, still in his mother's womb, he gave his dying greeting with this name. I waited for you here to tell you this: what drew you here, if not the wish to know? |
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PARSIFAL Nie sah ich, nie träumte mir, was jetzt ich schau', und was mit Bangen mich erfüllt. - Entblühtest du auch diesem Blumenhaine? |
PARSIFAL I never saw, nor dreamt of, what now I see, and which fills me with dread. - Do you too bloom in this bank of flowers? |
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KUNDRY Nein, Parsifal, du stör'ger Reiner! Fern - fern - ist meine Heimat. - Dass du mich fändest, verweilte ich nur hier; Von weither kam ich, wo ich viel ersah. Ich sah das Kind an seiner Mutter Brust, sein erstes Lallen lacht mir noch im Ohr; das Leid im Herzen, wie lachte da auch Herzeleide, als ihren Schmerzen zujauchzte ihrer Augen Weide! Gebettet sanft auf weichen Moosen, den hold geschläfert sie mit Kosen, dem, bang in Sorgen den Schlummer bewacht der Mutter Sehnen, den weckt' am Morgen der heisse Tau der Muttertränen. Nur Weinen war sie, Schmerzgebaren um deines Vaters Lieb' und Tod; vor gleicher Not dich zu bewahren, galt ihr als höchster Pflicht Gebot. Den Waffen fern, der Männer Kampf und Wüten, wollte sie still dich bergen und behüten. Nur Sorgen war sie, ach! und Bangen: nie sollte Kunde zu dir hergelangen. Hörst du nicht noch ihrer Klage Ruf, wann spät und fern du geweilt? Hei! Was ihr das Lust und Lachen schuf, wann sie suchend dann dich ereilt; wann dann ihr Arm dich wütend umschlang, ward es dir wohl gar beim Küssen bang? Doch, ihr Wehe du nicht vernahmst, nicht ihrer Schmerzen Toben, als endlich du nicht wieder kamst, und deine Spur verstoben. Sie harrte Nächt' und Tage, bis ihr verstummt die Klage, der Gram ihr zehrte den Schmerz, um stillen Tod sie warb: ihr brach das Leid das Herz, und - Herzeleide - starb. - |
Music |
KUNDRY No, Parsifal, you foolish innocent! Far, far away, is my home. I tarried here only that you might find me. I came from afar, where I have seen much. I saw the child on its mother's breast, its first lisping still laughs in my ear; though sad at heart, how Heart's Sorrow also laughed, that in her grief the apple of her eye should cry for joy! She fondly lulled to sleep with caresses the babe cradled gently on soft moss; with anxious care a mother's yearning guarded its sleep, and the hot dew of a mother's tears woke it at morn. She was all mourning, child of sorrow, for your father's love and death. To shield you from like peril she deemed it her highest duty's task. She strove to hide and shelter you safe afar from weapons and from men's strife and fury. She was all concern and foreboding lest you should ever acquire knowledge. Do you not still hear her cry of distress when you roamed late and far? Oh! How great was her joy and laughter when she sought and found you again; when her arms clapsed you tight did you perhaps fear her kisses? But you did not consider her woe, her desperate grief, when you finally did not return and left no trace behind! She waited night and day till her laments grew faint, grief consumed her pain and she craved for death's release: her sorrow broke her heart, and Heart's Sorrow died. |
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PARSIFAL (immer ernsthafter, endlich furchtbar betroffen, sinkt, schmerzlich überwältigt, bey Kundrys Füssen nieder) Wehe! Wehe! Was tat ich? Wo war ich? Mutter! Süsse, holde Mutter! Dein Sohn, dein Sohn musste dich morden? O Tor! Blöder, taumelnder Tor! Wo irrtest du hin, ihrer vergessend, deiner, deiner vergessend? Traute, teuerste Mutter! |
PARSIFAL (whose rising emotion has culminated in terrible perturbation, sinks overcome with distress at Kundry's feet) Woe is me! Alas! What have I done? Where was I? Mother! Sweet, dear mother! Your son, your son it was who killed you! Fool! Blind, blundering fool, where did you wander, forgetting her - forgetting yourself too? O dearest, beloved mother! |
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KUNDRY War dir fremd noch der Schmerz, des Trostes Süsse labte nie auch dein Herz: das Wehe, das dich reut, die Not nun büsse im Trost, den Liebe dir beut! |
KUNDRY If grief were still a stranger to you, the sweetness of consolation would never comfort your heart; now assuage that distress, that woe for which you grieve, in the solace which love offers you. |
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PARSIFAL (im Trübsinn immer tiefer sich sinken lassend) Die Mutter, die Mutter - konnt' ich vergessen! Ha! Was alles vergass ich wohl noch? Wes war ich je noch eingedenk? Nur dumpfe Torheit lebt in mir! |
PARSIFAL (sinking deeper and deeper in his grief) How could I forget my mother - my mother! Ah! what else have I forgotten? What have I ever remembered yet? Only dull stupidity dwells in me. |
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KUNDRY (immer noch in liegender Stellung ausgestreckt, beugt sich über Parsifals Haupt, fasst sanft seine Stirne und schlingt traulich ihren Arm um seinen Nacken) Bekenntnis wird Schuld in Reue enden, Erkenntnis in Sinn die Torheit wenden. Die Liebe lerne kennen, die Gamuret umschloss, als Herzeleids Entbrennen ihn sengend überfloss! Die Leib und Leben einst dir gegeben, der Tod und Torheit weichen muss, sie heut dir heut - als Muttersegens letzten Gruss - der Liebe - ersten Kuss! |
KUNDRY (still half reclining, bends over Parsifal's head, gently touches his forehead and fondly puts her arm around his neck) Confession will end guilt in remorse, understanding changes folly into sense. Learn to know the love that enfolded Gamuret when Heart's Sorrow's passion engulfed him in its fire! She who once gave you life and being, to subdue death and folly sends you this day, as a last token of a mother's blessing, the first kiss of love. |
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| (Sie hat ihr Haupt völlig über das seinige geneigt und heftet nun ihre Lippen zu einem langen Kusse auf seinen Mund.) | (She has bent her head completely over his and gives him a long kiss on the lips) | |
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PARSIFAL (fährt plötzlich mit einer Gebärde des höchsten Schreckens auf: seine Haltung drückt eine furchtbare Veränderung aus; er stemmt seine Hände gewaltsam gegen sein Herz, wie um einen zerreissenden Schmerz zu bewältigen; endlich bricht er aus:) Amfortas! - - Die Wunde! - Die Wunde! - Sie brennt in meinem Herzen. Oh, Klage! Klage! Furchtbare Klage! Aus tiefstem Herzen schreit sie mir auf. Oh! - Oh! - Elender! Jammervollster! Die Wunde sah ich bluten, - nun blutet sie in mir! - Hier - hier! Nein! Nein! Nicht die Wunde ist es. Fliesse ihr Blut in Strömen dahin! Hier! Hier im Herzen der Brand! Das Sehnen, das furchtbare Sehnen, das alle Sinne mir fasst und zwingt! Oh! - Qual der Liebe! - Wie alles schauert, bebt und zuckt - in sündigem Verlangen!... (Während Kundry in Schrecken und Verwunderung auf Parsifal hinstarrt, gerät dieser in gänzliche Entrücktheit). (schauerlich leise) Es starrt der Blick dumpf auf das Heilgefäss: - Das heil'ge Blut erglüht: - Erlösungswonne, göttlich mild, durchzittert weithin alle Seelen: nur hier - im Herzen will die Qual nicht weichen. Des Heilands Klage da vernehm' ich, die Klage, ach! die Klage um das entweihte Heiligtum: "Erlöse, rette mich aus schuldbefleckten Händen!" So rief die Gottesklage furchtbar laut mir in die Seele. Und ich - der Tor, der Feige? Zu wilden Knabentaten floh' ich hin! (Er stürzt verzweiflungsvoll auf die Knie.) Erlöser! Heiland! Herr der Huld! Wie büss ich Sünder meine Schuld? |
PARSIFAL (suddenly starts up with a gesture of the utmost terror: his demeanour expresses some fearful change; he presses his hands hard against his heart as if to master an agonising pain.) Amfortas! - The wound! The wound! It burns within my heart! O sorrow, sorrow! Fearful sorrow! From the depths of my heart it cries aloud. Oh! Oh! Most wretched! Most pitiable! I saw the wound bleeding: now it bleeds in me! Here - here! No, no! It is not the wound. Flow in streams, my blood, from it! Here! Here in my heart is the flame! The longing, the terrible longing which seizes and grips all my senses! O torment of love! How everything trembles, quakes and quivers in sinful desire! (As Kundry stares at Parsifal in fear and astonishment, he falls into a complete trance) (in a low voice, with horror) My dull gaze is fixed on the sacred vessel; the holy blood flows: - the bliss of redemption, divinely mild, trembles within every soul around: only here, in my heart, will the pangs not be stilled. The Saviour's lament I hear there, the lament, ah! the lamentation from His profaned sanctuary: "Redeem Me, rescue Me from hands defiled by sin!" Thus rang the divine lament in terrible clarity in my soul. And I - fool, coward, fled hither to wild childish deeds! (He flings himself in despair on his kness) Redeemer! Saviour! Lord of grace! How can I, a sinner, purge my guilt? |
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KUNDRY (deren Erstaunen in leidenschaftliche Bewunderung übergeht, sucht schüchtern sich Parsifal zu nähern) Gelobter Held! Entflieh dem Wahn! Blick' auf, sei hold der Huldin Nahn! |
KUNDRY (whose astonishment has changed to passionate admiration, hesitantly tries to approach Parsifal) Honoured hero! Throw off this spell! Look up and greet your fair one's coming! |
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PARSIFAL (immer in gebeugter Stellung, starr zu Kundry aufblickend, während diese sich zu ihm neigt und die liebkosenden Bewegungen ausführt, die er mit dem Folgenden bezeichnet) Ja, diese Stimme! So rief sie ihm; und diesen Blick, - deutlich erkenn' ich ihn, - auch diesen, der ihm so friedlos lachte; die Lippe, - ja... so zuckte sie ihm; - so neigte sich der Nacken, - so hob sich kühn das Haupt; - so flatterten lachend die Locken, - so schlang um den Hals sich der Arm; so schmeichelte weich die Wange; mit aller Schmerzen Qual im Bunde, das Heil der Seele entküsste ihm der Mund! - Ha! - Dieser Kuss! (Er hat sich mit dem letzten allmählich herhoben, springt jetzt vollends auf und stösst Kundry heftig von sich) Verderberin! Weiche von mir! Ewig, ewig von mir! |
Music |
PARSIFAL (still kneeling, gaze fixedly at Kundry, who bends over him with the cressing movements indicated in the following) Yes! This was the voice with which she called him; - and this her look, truly I recognise it - and this, smiling at him so disquietingly; the lips - yes - thus they quivered for him, thus she bent her neck - thus boldly rose her head; thus laughingly fluttered her hair - thus her arms were twined around his neck - thus tenderly fawned her features! In league with the pangs of every torment, her lips kissed away his soul's salvation! Ah, this kiss! (He has gradually risen and thrusts Kundry from him) Corrupter! Get away from me! Forever, forever away from me! |
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KUNDRY (in höchster Leidenschaft) Grausamer! - Fühlst du im Herzen nur andrer Schmerzen, so fühle jetzt auch die meinen! Bist du Erlöser, was bannt dich, Böser, nicht mir auch zum Heil dich zu einen? Seit Ewigkeiten - harre ich deiner, des Heilands, ach! so spät, den einst ich kühn geschmäht. - Oh! - Kenntest du den Fluch, der mich durch Schlaf und Wachen, durch Tod und Leben, Pein und Lachen zu neuem Leiden neu gestählt, endlos durch das Dasein quält! - Ich sah - Ihn - Ihn - und - lachte... da traf mich - Sein Blick. - Nun such' ich ihn von Welt zu Welt, ihm wieder zu begegnen. In höchster Not - wähn' ich sein Auge schon nah, den Blick schon auf mir ruhn: - da kehrt mir das verfluchte Lachen wieder, ein Sünder sinkt mir in die Arme! Da lach' ich - lache, kann nicht weinen: nur schreien, wüten, toben, rasen in stets erneuter Wahnsinns Nacht, aus der ich büssend kaum erwacht. Den ich ersehnt in Todesschmachten, den ich erkannt', den blöd' Verlachten: lass mich an seinem Busen weinen, nur eine Stunde mich dir vereinen, und, ob mich Gott und Welt verstösst, in dir entsündigt sein und erlöst! |
KUNDRY (with the ulmost passion) Cruel one! If you feel in your heart only others' sorrows, then feel mine too! If you are a redeemer, what maliciously stops you from uniting with me for my salvation? Through eternities I have waited for you, the saviour so late in coming, whom once I dared revile. Oh! If you knew the curse which afflicts me, asleepp and awake, in death and life, pain and laughter, newly steeled to new affliction, endlessly through this existence! I saw Him - Him - and mocked...! His gaze fell upon me! - Now I seek Him from world to world to meet Him once again. I darkest hour I feel His eyes turn on me and His gaze rest upon me. The accursed laugher assails me once again: a sinner sinks into my arms! Then I laugh - laugh - I cannot weep, can only shout, rage, storm, rave in an ever-renewed nightmare from which, though repentant, I scarcely wake. One for whom I yearned in deathly longing, whom I recognised though despised and rejected, let me weep upon his breast, for one hour only be united to you and, though God and the world disown me, in you be cleansed of sin and redeemed! |
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PARSIFAL Auf Ewigkeit wärst du verdammt mit mir für eine Stunde Vergessens meiner Sendung in deines Arms Umfangen! Auch dir bin ich zum Heil gesandt, bleibst du dem Sehnen abgewandt. Die Labung, die dein Leiden endet, beut nicht der Quell, aus dem es fliesst, das Heil wird nimmer dir gespendet, eh' jener Quell sich dir nicht schliesst. Ein andres ist's - ein andres, ach! nach dem ich jammernd schmachten sah, die Brüder dort in grausen Nöten den Leib sich quälen und ertöten. Doch wer erkennt ihn klar und hell, des einz'gen Heiles wahren Quell? Oh, Elend, aller Rettung Flucht! Oh, Weltenwahns Umnachten: in höchsten Heiles heisser Sucht nach der Verdammnis Quell zu schmachten! |
PARSIFAL For evermore would you be damned with me if for one hour, unmindful of my mission, I yelded to your embrace! For your salvation tto I am sent, if you will turn aside from your desires. The solace to end your sorrows comes not from the source from which they flow: grace shall never be bestowed on you until that source is sealed to you. Another grace - ah, a different one, for which, pitying, I saw the brotherhood pining in dire distress, scourging and mortifying their flesh. But who can know aright and clear the only true source of salvation? O misery that banishes all deliverance! O blackness of earthly error, that while ferishly pursuing supreme salvation yet thirsts for the fount of perdition! |
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KUNDRY (in wilder Begeisterung) So war es mein Kuss, der welt-hellsichtig dich machte? Mein volles Liebes-Umfangen lässt dich dann Gottheit erlangen! Die Welt erlöse, ist dies dein Amt: - schuf dich zum Gott die Stunde, für sie lass mich ewig dann verdammt, nie heile mir die Wunde! |
KUNDRY (in wild ecstasy) Was it my kiss which thus revealed the world to you? The full embrace of my love then would raise you to godhead. Redeem the world, if this is your destiny: make yourself a god for an hour, and for that let me be damned forever, my wound never be healed! |
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PARSIFAL Erlösung, Frevlerin, biet' ich auch dir. |
PARSIFAL I offer redemtion to you too in your sin. |
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KUNDRY Lass mich dich Göttlichen lieben, Erlösung gabst du dann auch mir. |
KUNDRY Let me love you, godlike as you are, and you would then give me redemption. |
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PARSIFAL Lieb' und Erlösung soll dir werden, zeigest du zu Amfortas mir den Weg. |
PARSIFAL Love and redemption shall be yours if you will show me the way to Amfortas. |
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KUNDRY (in Wut ausbrechend) Nie - sollst du ihn finden! Den Verfall'nen, lass ihn verderben, - den Unsel'gen, Schmachlüsternen, den ich verlachte - lachte - lachte! Haha! Ihn traf ja der eigne Speer! |
KUNDRY (breaking out in fury) Never shall you find him! Let the fallen one perish, that woeful seeker after shame whom I derided, at whom I laughed! Ha ha! He fell by his own spear! |
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PARSIFAL Wer durft' ihn verwunden mit der heil'gen Wehr? |
PARSIFAL Who dared to wound him with the holy weapon? |
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KUNDRY Er - Er - der einst mein Lachen bestraft: Sein Fluch - ha, - mir gibt er Kraft; gegen dich selbst ruf' ich die Wehr, gibst du dem Sünder des Mitleids Ehr'!... Ha... Wahnsinn! - Mitleid! Mitleid mit mir! Nur eine Stunde mein! nur eine Stunde dein... und des Weges sollst du geleitet sein! |
KUNDRY He - he who once punished my laughter: his curse - ha! - gives me strength; I will call the Spear against you yourself if you accord that sinner mercy! Ah, this is madness! - Pity! Pity on me! Be mine for one hour! Let me be yours for one hour, and you shall be led on your way! |
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| (Sie will ihn umarmen. Er stösst sie heftig von sich.) | (She tries to embrace him. He thrusts her aside violently) | |
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PARSIFAL Vergeh, unseliges Weib! |
PARSIFAL Away, evil woman! |
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KUNDRY (rafft sich mit wilden Wutrasen auf und ruft dem Hintergrunde zu) Hilfe! Hilfe! Herbei! Haltet den Frechen! Herbei! Wehrt ihm die Wege! Wehrt ihm die Pfade! - Und flöhest du von hier und fändest alle Wege der Welt, den Weg, den du suchst, des' Pfade sollst du nicht finden: denn Pfad und Wege, die dich mir entführen, so - verwünsch' ich sie dir: Irre! Irre, - mir so vertraut - dich weih' ich ihm zum Geleit'! |
KUNDRY (starting up in wild fury and calling into the background) Help! Help! Hither! Seize the miscreant! Hither! Bar his path! Bar his passage! And though you flee from here and find all the roads in the world, that road you seek, that path you shall not find, for any path and passage that leads you away from me I curse for you. Stray and be lost! You whom I know so well, I give him into your power! |
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KLINGSOR (ist auf der Burgmauer herausgetreten und schwenkt eine Lanze gegen Parsifal) Halt da! Dich bann' ich mit der rechten Wehr! den Toren stelle mir seines Meisters Speer! |
KLINGSOR (has appeared on the rampart and brandishes a lance at Parsifal) Halt! I have the right weapon to fell you! The fool shall fall to me through his master's Spear! |
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| (Er schleudert auf ParsIfal den Speer, welcher über dessen Haupte schweben bleibt.) | (He hurls the Spear, which remains poised above Parsifal's head.) | |
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PARSIFAL (erfasst den Speer mit der Hand und hält ihn über seinem Haupte) Mit diesem Zeichen bann' ich deinen Zauber. Wie die Wunde er schliesse, die mit ihm du schlugest, in Trauer und Trümmer stürz' er die trügende Pracht! |
PARSIFAL (seizing the Spear in his hand and holding it above his head) With this sign I rout your enchantment. As the Spear closes the wound which you dealt him with it, may it crush your lying splendour into mourning and ruin! |
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(Er hat den Speer im Zeichen des Kreuzes geschwungen wie durch ein Erdbeben versinkt das Schloss. Der Garten ist schnell zu einer Einöde verdorrt; verwelkte Blumen verstreuen sich auf dem Boden. - Kundry ist schreiend zusammengesunken). (Parsifal hält im Enteilen noch einmal an, sich von der Höhe der Mauertrümmer zu Kundry zurück-wendend) |
(He has swung the Spear in the sign of the Cross; the castle sinks as if by an earthquake. The garden swiftly withers to a desert; faded flowers are strewn on the ground. - Kundry falls to the ground with a scream). (Parsifal pauses once more as he hastens away, and at the top of the ruined wall turns back to Kundry.) |
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PARSIFAL Du weisst, wo du mich wiederfinden kannst! |
PARSIFAL You know where you can find me again! |
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| (Er verschwindet; Kundry hatte sich ein wenig erhoben und nach ihm geblickt. Der Vorhang schliesst sich schnell) | Music | (He hurries away. Kundry has raised herself a little and gazes after him) |