RichardWagner
Libretti
Parsifal

DRITTER AUFZUG

Im Gebiete des Grales

Freie, anmutige Frühlingsgegend mit nach dem Hintergrunde zu sanft ansteigender Blumenaue. Den Vordergrund nimmt der Saum des Waldes ein, der sich nach rechts zu, auf steigendem Felsengrund ausdehnt. Im Vordergrunde, an der Waldseite, ein Quell; ihm gegenüber, etwas tiefer, eine schlichte Einsiedlerhütte, an einen Felsblock gelehnt. Frühester Morgen.

(Gurnemanz, zum hohen Greise gealtert, als Einsiedler, nur in das Hemd des Gralsritters dürftig gekleidet, tritt aus der Hütte und lauscht).



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ATTO TERZO

Nel dominio del Gral.

Aperto, ameno paesaggio primaverile con prato fiorito, che sale dolcemente verso il fondo. Il primo piano è occupato dal margine della selva, la quale si stende verso destra sulla rupe che sale. Al medesimo piano, dalla parte della foresta, una fonte; di fronte ad essa, un poco più in basso, una semplice capanna d'eremita appoggiata ad un macigno. Primissimo mattino.

(Gurnemanz giunto a grave vecchiaia, poveramente vestito della sola cotta del Gral, esce dalla capanna e tende l'orecchio)
GURNEMANZ

Von dorther kam das Stöhnen. -
So jammervoll klagt kein Wild,
und gewiss gar nicht am heiligsten Morgen heut.
Mich dünkt, ich kenne diesen Klageruf?

(Ein dumpfes Stöhnen, wie von einer im
tiefen Schlafe durch Träume Geangstinglen,
wird vernommen. - Gurnemanz schreitet
entschlossen einer Dornenhecke auf der
Seite zu: diese ist gänzlich überwachsen;
er reisst mit Gewalt das Gestrüpp
auseinander: dann hält er plötzlich an.)


Ha! Sie - wieder da?
Das winterlich rauhe Gedörn'
hielt sie verdeckt: wie lang' schon? -
Auf! - Kundry! - Auf!
Der Winter floh und Lenz ist da!
Erwache! Erwache dem Lenz! -
Kalt - und starr! -
Diesmal hielt ich sie wohl für tot: -
doch war's ihr Stöhnen, was ich vernahm?




Musica
GURNEMANZ

Il singulto è venuto di laggiù. -
Sì straziante non è fiera che gema,
e non di certo in questo sacrosanto mattino.
M'inganno, o codesto lamento io lo conosco?

(Si intende un cupo singultare, come
di persona che in profondo sonno venga
angosciata dai sogni. - Gurnemanz cammina
risoluto verso una macchia di rovi,
che ha invaso tutto un lato della scena.
Si fa largo a forza tra le ramaglie,
poi improvvisamente s'arresta.)


Ah! Lei! - qui nuovamente?
Questo roveto invernalmente crudo
l'ha tenuta nascosta già da quanto tempo? -
Su! - Kundry! - Su!
Fuggito è l'inverno, e giunta è primavera! -
Svégliati! A primavera svégliati! -
Fredda - e irrigidita! -
Questa volta di certo io l'ho per morta: -
eppure quel che ho inteso non era il suo singulto?
(Er zieht Kundry, ganz erstarrt und leblos, aus dem Gebüsche hervor, trägt sie auf einen nahen Rasenhügel, reibt ihr stark die Hände und Schläfe, haucht sie an und bemüht sich in allem, um die Erstarrung von ihr weichen zu machen. Endlich scheint das Leben in ihr zu erwachen. Sie erwacht völlig: als sie die Augen öffnet, stösst sie einen Schrei aus. Kundry ist in rauhem Büssergewande, ähnlich wie im ersten Aufzuge; nur ist ihre Gesichtsfarbe bleicher; aus Miene und Haltung ist die Wildheit verschwunden. - Sie starrt lange Gurnemanz an. Dann erhebt sie sich, ordnet sich Kleidung und Haar und lässt sich sofort wie eine Magd zur Bedienung an.) (Trae Kundry del tutto irrigidita ed esanime fuori della macchia; la trascina fino ad un vicino rialzo erboso, le strofina forte le mani e le tempie, le alita in volto e fa di tutto per trarla dal suo irrigidimento. Finalmente la vita sembra ridestarsi in lei. Si sveglia interamente. Nell'aprire gli occhi, lancia un grido. Kundry veste un ruvido saio di penitente, simile a quello del primo atto; solo il colore del suo viso è più pallido. Dal viso e dal contegno è scomparsa ogni selvatichezza. - Fissa Gurnemanz a lungo. Poi si alza, ravvia veste e capelli e si dispone subito a modo di ancella al suo servizio)
GURNEMANZ

Du tolles Weib!
Hast du kein Wort für mich?
Ist dies der Dank,
dass dem Todesschlafe
noch einmal ich dich entweckt'?
GURNEMANZ

Ehi, donna folle!
Non hai parole per me?
Così mi ringrazi,
che dal sonno mortale
t'abbia ancora una volta svegliata?
KUNDRY
(neigt langsam das Haupt; dann bringt sie,
rauh und abgebrochen, hervor)


Dienen... dienen. -
KUNDRY
(china lentamente il capo,
poi con parola roca e dirotta):


Servire... servire. -
GURNEMANZ
(schüttelt den Kopf)

Das wird dich wenig mühn;
auf Botschaft sendet sich's nicht mehr;
Kräuter und Wurzeln
findet ein jeder sich selbst,
wir lernten's im Walde vom Tier.
GURNEMANZ
(scuotendo il capo)

Poca fatica ti darà;
messaggi più non se ne mandano;
erba e radici
ciascuno trova per sé,
dalle bestie imparammo nella selva.
(Kundry hat sich währenddem umgesehen, gewahrt die Hütte und geht hinein.) (Kundry, che nel frattempo si è guardata attorno, vede la capanna e v'entra)
GURNEMANZ
(verwundert ihr nachblichend)

Wie anders schreitet sie als sonst!
Wirkte dies der heilige Tag?
O! Tag der Gnade ohnegleichen!
Gewiss, zu ihrem Heile
durft' ich der Armen heut
den Todesschlaf verscheuchen.
GURNEMANZ
(seguendola meravigliato con lo sguardo)

Come altra di prima ella cammina!
Avrà questo il santo giorno operato?
O giorno di grazia senza pari!
Certo per la sua salute,
oggi ho potuto quella poveretta
dal sonno suo di morte liberare.
(Kundry kommt wieder aus der Hütte; sie trägt einen Wasserkrug und geht damit zum Quell. Während sie auf die Füllung wartet, blickt sie in den Wald und bemerkt dort in der Ferne einen Kommenden; sie wendet sich zu Gurnemanz, um ihn darauf hinzudeuten.) Musica (Kundry esce nuovamente dalla capanna; porta un'anfora da attingere acqua e si dirige con quella alla fonte. Mentre attende a riempirla, guarda verso la foresta e vi nota qualcuno, ancora lontano, che sopraggiunge. Si volge verso Gurnemanz per additarglielo)
GURNEMANZ
(in den Wald spähend)

Wer nahet dort dem heil'gen Quell?
Im düst'rem Waffenschmucke?
Das ist der Brüder keiner!




Musica
GURNEMANZ
(spiando verso la foresta)

Chi s'avvicina colà alla sacra fonte?
In cupa veste d'armi?
Non è nessuno dei fratelli!
(Kundry entfernt sich mit dem gefüllten Kruge langsam nach der Hütte, wo sie sich zu schaffen macht.)

(Parsifal tritt aus dem Walde auf. Er ist ganz in schwarzer Waffenrüstung: mit geschlossenem Helme und gesenktem Speer schreitet er, gebeugten Hauptes, träumerisch zögernd, langsam daher und setzt sich auf dem kleinen Rasenhügel am Quell nieder)
(Kundry si allontana lentamente con l'anfora riempita verso la capanna, dove si pone alle sue faccende)

(Parsifal esce dalla foresta. È in piena nera armatura. S'avvicina lentamente ad elmo chiuso, lancia abbassata e capo chino, indugiando trasognato. E si pone a sedere sul piccolo rialzo erboso)
GURNEMANZ
(nachdem er Parsifal staunend lange
betrachtet hat, tritt nun näher zu ihm)


Heil dir, mein Gast!
Bist du verirrt, und soll ich dich weisen?

(Parsifal schüttelt sanft das Haupt.)

Entbietest du mir keinen Gruss?

(Parsifal neigt das Haupt.)
(Gurnemanz unmutig)


Hei! - Was? -
Wenn dein Gelübde
dich bindet, mir zu schweigen,
so mahnt das meine mich,
dass ich dir sage, was sich ziemt.
Hier bist du an geweihtem Ort:
da zieht man nicht mit Waffen her,
geschloss'nen Helmes, Schild und Speer.
Und heute gar! Weisst du denn nicht,
welch' heil'ger Tag heut ist?

(Parsifal schüttelt mit dem Kopfe.)

Ja! Woher kommst du denn?
Bei welchen Heiden weiltest du,
zu wissen nicht, dass heute
der allerheiligste Karfreitag ist?

(Parsifal senkt das Haupt noch tiefer.)

Schnell ab die Waffen!
Kränke nicht den Herrn, der heute,
bar jeder Wehr, sein heilig Blut
der sündigen Welt zur Sühne bot!
GURNEMANZ
(dopo aver osservato a lungo
Parsifal con stupore, gli si avvicina)


Salute, ospite!
Ti sei smarrito e debbo esserti guida?

(Parsifal scuote lentamente il capo)

Non ti degni di salutarmi?

(Parsifal piega il capo)
(Gurnemanz stizzito):


Olà! - Che cosa? -
Se il tuo voto
t'obbliga con me a tacere,
ebbene il mio m'esorta
a dirti quel che si conviene.
Qui tu ti trovi in luogo consacrato:
per qua in arme non si passa,
ad elmo chiuso, con lancia e con scudo.
Ed oggi per l'appunto! Non sai dunque
quale santo giorno è oggi?

(Parsifal scuote il capo)

Sicuro! Di dove vieni dunque?
Presso quali pagani hai dimorato,
da non sapere che oggi
è Venerdì Santo, giorno santo fra tutti?

(Parsifal curva il capo anche più profondamente)

Presto, via le armi!
Il Signore non offendere, che oggi,
senz'arma alcuna, il Suo santo sangue
offerse a riscatto del mondo peccatore!
(Parsifal erhebt sich nach einem abermaligen Schweigen, stösst den Speer vor sich in den Boden, legt Schild und Schwert davor nieder, öffnet den Helm, nimmt ihn vom Haupte und legt ihn zu den anderen Waffen, worauf er dann zu stummem Gebete vor dem Speer niederkniet. Gurnemanz betrachtet ihn mit Staunen und Rührung. Er winkt Kundry herbei, welche soeben wieder aus der Hütte getreten ist. - Parsifal erhebt jetzt in brünstigem Gebete seinen Blick andachtsvoll zu der Lanzenspitze auf) (Parsifal, dopo un nuovo silenzio, s'alza; conficca la lancia davanti a sé nel terreno, le depone davanti scudo e spada, apre l'elmo, se lo toglie dal capo e lo depone presso le altre armi. Dopo di che s'inginocchia in muta preghiera di fronte alla lancia. Gurnemanz l'osserva con stupore e commozione. Chiama con un cenno Kundry, che allora è nuovamente uscita dalla capanna. - Parsifal solleva ora, devotamente e con ardente preghiera, il suo sguardo verso la punta della lancia)
GURNEMANZ
(leise zu Kundry)

Erkennst du ihn?
Der ist's, der einst den Schwan erlegt.

(Kundry bestätigt mit einem leisen Kopfnicken.)

Gewiss, 's ist er,
der Tor, den ich zürnend von uns wies.

(Kundry blickt starr,
doch ruhig, auf Parsifal.)


Ha! Welche Pfade fand er?
Der Speer, - ich kenne ihn.

(in grosser Ergriffenheit)

Oh! - Heiligster Tag,
an dem ich heut erwachen sollt'!
GURNEMANZ
(piano a Kundry)

Lo riconosci?
È lui, che una volta uccise il cigno.

(Kundry conferma con un leggero cenno del capo)

Di certo è lui
il folle, che da noi scacciai in collera.

(Kundry volge lo sguardo a Parsifal,
fissa ma tranquilla)


Ah! Quali sentieri ha trovato?
La lancia, - io la riconosco.

(con grande commozione)

Oh! - Sacrosanto giorno,
cui io oggi dovevo risvegliarmi!
(Kundry hat ihr Gesicht abgewendet) (Kundry ha volto il viso dall'altra parte)
PARSIFAL
(erhebt sich langsam vom Gebete, blickt
ruhig um sich, erkennt Gurnemanz und
reicht diesem sanft die Hand zum Gruss)


Heil mir, dass ich dich wieder finde!
PARSIFAL
(Si alza lentamente dalla sua preghiera, guarda
tranquillo intorno a sé, riconosce
Gurnemanz, e gli porge la mano mitemente a saluto)


Me venturato, che ancora ti ritrovo!
GURNEMANZ

So kennst auch du mich noch?
Erkennst mich wieder,
den Gram und Not so tief gebeugt?
Wie kamst du heut, - woher?
GURNEMANZ

Dunque anche tu ancora mi conosci?
Me ancora riconosci,
cui dolore e tormento han reso così curvo?
Come sei tu oggi giunto, - e di dove?
PARSIFAL

Der Irmis und der Leiden Pfade kam ich;
soll ich mich denen jetzt entwunden wähnen,
da dieses Waldes Rauschen
wieder ich vernehme,
dich guten Greisen neu begrüsse?
Oder - irr' ich wieder?
Verändert dünkt mich alles.
PARSIFAL

Per sentieri d'erranza e di dolore io son venuto;
debbo io credermi a loro ormai sfuggito,
poiché il mormorio di questa selva
nuovamente intendo,
e te, buon vecchio, nuovamente saluto?
Oppure - io erro ancora?
Tutto mutato mi sembra.
GURNEMANZ

So sag', zu wem den Weg du suchtest?
GURNEMANZ

Dimmi dunque: verso chi cercavi strada?
PARSIFAL

Zu ihm, des' tiefe Klagen
ich törig staunend einst vernahm,
dem nun ich Heil zu bringen
mich auserlesen wähnen darf.
Doch ach! -
den Weg des Heiles nie zu finden,
in pfadlosen Irren
trieb ein wilder Fluch mich umher:
zahllose Nöte
Kämpfe und Streite
zwangen mich ab vom Pfade,
wähnt' ich ihn recht schon erkannt.
Da musste mich Verzweiflung fassen,
das Heiltum heil mir zu bergen;
um das zu hüten, das zu wahren,
ich Wunden jeder Wehr mir gewann;
denn nicht ihn selber
durft' ich führen im Streite;
unentweiht
führ' ich ihn mir zur Seite,
den nun ich heimgeleite,
der dort dir schimmert heil und hehr:
des Grales heil'gen Speer.
PARSIFAL

Verso colui, i cui profondi lamenti,
con stolido stupore un giorno intesi,
al quale ora salute portare
posso credermi eletto.
Eppure, ahimè! -
a mai non trovare la via della salute
in un errare senza strada,
qua e là mi spinse maledizione selvaggia:
tormenti senza numero
e lotte e battaglie
m'obbligarono fuor del sentiero,
quando già mi pareva riconoscerlo.
Allora per forza disperazione mi prese,
che potessi mai la reliquia salvare;
per custodirla, per conservarla,
ferite d'ogni arma io mi son prese;
poiché di quella a me stesso
non era lecito servirmi in battaglia.
Incontaminata
al mio fianco la porto,
ed ora lei rendo alla sua sede,
che risplende lassù augusta e sacra:
lancia sacra del Gral.
GURNEMANZ
(in höchstes Entzücken ausbrechend)

O Gnade! Höchstes Heil!
O Wunder! Heilig hehrstes Wunder! -

(Nachdem er sich etwas gefasst)

O Herr! War es ein Fluch,
der dich vom rechten Pfad vertrieb,
so glaub', er ist gewichen.
Hier bist du; dies des Grals Gebiet,
dein' harret seine Ritterschaft.
Ach, sie bedarf des Heiles,
des Heiles, das du bringst! -
Seit dem Tage, den du hier geweilt,
die Trauer, die da kund dir ward,
das Bangen - wuchs zur höchsten Not.
Amfortas, gegen seiner Wunde,
seiner Seele Qual sich wehrend,
begehrt' in wütendem Trotze nun den Tod.
Kein Fleh'n, kein Elend seiner Ritter
bewog ihn mehr des heil'gen Amts zu walten.
Im Schrein verschlossen bleibt seit lang' der Gral:
so hofft sein sündenreu'ger Hüter,
da er nicht sterben kann,
wann je er ihn erschaut,
sein Ende zu erzwingen
und mit dem Leben seine Qual zu enden.
Die heil'ge Speisung bleibt uns nun versagt,
gemeine Atzung muss uns nähren;
darob versiegte unsrer Helden Kraft.
Nie kommt uns Botschaft mehr,
noch Ruf zu heil'gen Kämpfen aus der Ferne:
bleich und elend wankt umher
die mut und führerlose Ritterschaft.
In dieser Waldeck barg ich selber mich,
des Todes still gewärtig,
dem schon mein alter Waffenherr verfiel;
denn Titurel, mein heil'ger Held',
den nun des Grales Anblick nicht mehr labte,
er starb, - ein Mensch, wie alle!
GURNEMANZ
(al colmo dell'entusiasmo prorompendo)

O Grazia! O colmo di salute!
O miracolo! Miracolo santo e augusto! -

(Dopo essersi un poco ripreso)

O Signore! Se maledizione era,
quella che dal retto sentiero ti distolse,
credi, ella se n'è partita.
Eccoti qui: dominio è questo del Gral,
te il suo cavalleresco ordine attende.
Ah di salvezza ha bisogno,
della salvezza che tu porti! -
Dal giorno che da noi tu ti fermasti,
il lutto che ti fu qui manifesto,
crebbe con l'ansia - a massimo tormento.
Amfortas riparo contro la propria ferita,
e la tortura dell'anima cercando,
a sfida ed a furore ormai bramò la morte.
Né preghiere o miseria dei suoi cavalieri
lo mosse più a compiere il sacro rito.
Da lungo tempo il Gral rimane chiuso nel suo scrigno:
così, pentito peccatore, il suo custode spera,
poiché non potrà morire
finché gli sia dato contemplarlo,
per forza d'ottener la propria fine,
e con la vita il suo strazio finire.
Il santo cibo a noi riman negato,
vile mangime deve noi nutrire;
perciò la forza dei nostri eroi è languita.
Messaggio più non ci perviene,
né appello a sante lotte di lontano:
pallida, misera, s'aggira barcollando
senza duce e senz'animo la nostra cavalleria.
In quest'angolo di selva mi son solingo rifugiato,
in attesa tranquilla della morte,
cui già il mio vecchio signor d'armi è soggiaciuto;
poiché Titurel, eroe mio santo,
cui la vista del Gral più non confortava,
morì, - uomo come tutti!
PARSIFAL
(vor grossem Schmerz
sich aufbäumend)


Und ich - ich bin's,
der all dies Elend schuf!
Ha! Welcher Sünden,
welches Frevels Schuld
muss dieses Torenhaupt
seit Ewigkeit belasten,
da keine Busse, keine Sühne
der Blindheit mich entwindet,
zur Rettung selbst ich auserkoren,
in Irmis wild verloren
der Rettung letzter Pfad mir schwindet!
PARSIFAL
(riluttando
dal gran dolore)


Ed io - io sono,
l'autore di tutta codesta rovina.
Ah! di quali peccati,
di quali sacrilegi la colpa
deve su questo mio capo di folle
fin dall'eterno gravare,
se penitenza nessuna, nessuna espiazione
alla cecità mi sottrae;
eletto io stesso alla salvezza,
nell'errare selvaggiamente smarrito,
l'ultimo sentiero di salvezza mi scompare!
(Er droht, ohnmächtig umzusinken. Gurnemanz hält ihn aufrecht und senkt ihn zum Sitze auf den Rasenhügel nieder. - Kundry holt hastig ein Becken mit Wasser herbei, damit Parsifal zu besprengen) Musica (Minaccia di cadere svenuto. Gurnemanz lo sostiene e lo adagia a sedere sul rialzo erboso. - Kundry porta in fretta un bacile d'acqua per spruzzare Parsifal)
GURNEMANZ
(Kundry sanft abweisend)

Nicht so! -
Die heil'ge Quelle selbst
erquicke unsres Pilgers Bad.

Mir ahnt, ein hohes Werk
hab' er noch heut zu wirken,
zu walten eines heil'gen Amtes:
so sei er fleckenrein,
und langer Irrfahrt Staub
soll nun von ihm gewaschen sein.






Musica




Musica
GURNEMANZ
(respingendo dolcemente Kundry)

Non così! -
La stessa sacra fonte
sia ristoro e bagno al nostro pellegrino.

Un'alta opera presagisco
ch'egli abbia oggi ancora ad operare,
e un sacro rito da compiere:
sia egli dunque mondo d'ogni macchia,
e la polvere del suo lungo errare
venga da lui detersa.
(Parsifal wird von den beiden sanft zum Rande des Quells gewendet. Während Kundry ihm die Beinschienen löst und dann die Füsse badet, Gurnemanz ihm aber den Brustharnisch entnimmt) Musica (Parsifal è accompagnato dolcemente da tutti e due al margine della fonte. Mentre Kundry gli scioglie gli schinieri e poi gli immerge i piedi nell'acqua, Gurnemanz gli toglie il pettorale)
PARSIFAL
(sanft und matt)

Werd' heut zu Amfortas ich noch geleitet?
PARSIFAL
(mite e stanco)

Sarò oggi stesso accompagnato da Amfortas?
GURNEMANZ
(während der Beschäftigung)

Gewisslich; unsrer harrt die hehre Burg:
die Totenfeier meines lieben Herrn,
sie ruft mich selbst dahin.
Den Gral noch einmal uns da zu enthüllen,
des lang' versäumten Amtes
noch einmal heut zu walten, -
zur Heiligung des hehren Vaters,
der seines Sohnes Schuld erlag,
die der nun also büssen will, -
gelobt' Amfortas uns.




Musica
GURNEMANZ
(mentre si dà da fare)

Certo; di noi la rocca augusta sta in attesa:
l'esequie solenni del mio amato signore,
là me stesso chiamano.
Il Gral a noi ancora una volta scoprire,
ed al rito per lungo tempo negletto
oggi ancora una volta adempire -
a suffragio d'un padre augusto
di suo figlio alla colpa soggiaciuto,
che il figlio stesso or vuole così espiare, -
a noi promise Amfortas.
(Kundry badet ihm mit demutvollem Eifer die Füsse. Parsifal blickt mit stiller Verwunderung auf sie) (Mentre Kundry lava i piedi a Parsifal con fervore di grande umiltà, egli la riguarda, stupito, in silenzio)
PARSIFAL
(zu Kundry)

Du wuschest mir die Füsse, -
nun netze mir das Haupt der Freund!
PARSIFAL
(a Kundry)

Tu m'hai lavato i piedi, -
il capo a me ora asperga l'amico!
GURNEMANZ
(mit der Hand aus dem Quell schöpfend
und Parsifals Haupt besprengend)


Gesegnet sei, du Reiner, durch das Reine!
So weiche jeder Schuld
Bekümmernis von dir!
GURNEMANZ
(attingendo dalla fonte con la mano
e aspergendo il capo a Parsifal)


Benedetto sia, tu puro, con quest'acqua pura!
Così si parta d'ogni colpa
l'angoscia via da te!
(Während Gurnemanz feierlich das Wasser sprengt, zieht Kundry ein goldenes Fläschchen aus ihrem Busen und giesst seinen Inhalt auf Parsifals Füsse aus; jetzt trocknet sie diese mit ihren schnell aufgelösten Haaren) (Mentre Gurnemanz asperge d'acqua con gesto solenne, Kundry, tratta dal petto una fiala d'oro, ne versa il contenuto sui piedi di Parsifal, poi li terge coi capelli rapidamente sciolti)
PARSIFAL
(nimmt Kundry sanft das Fläschchen ab
und reicht es Gurnemanz)


Du salbtest mir die Füsse,
das Haupt nun salbe Titurels Genoss,
dass heute noch als König er mich grüsse.
PARSIFAL
(Toglie dolcemente la fiala a Kundry
e la porge a Gurnemanz)


Tu m'ungesti i piedi,
il capo ora m'unga il compagno di Titurel:
ch'ei mi saluti oggi stesso re!
GURNEMANZ
(schüttet das Flaschchen vollends
auf Parsifals Haupt aus, reibt dieses
sanft und faltet dann die Hände darüber)


So ward es uns verhiessen,
so segne ich dein Haupt,
als König dich zu grüssen.
Du - Reiner!
Mitleidvoll Duldender,
heiltatvoll Wissender!
Wie des Erlösten Leiden du gelitten,
die letzte Last entnimm nun seinem Haupt!
GURNEMANZ
(Vuota interamente la fiala sul capo
di Parsifal ungendolo con tocchi leggeri;
quindi gli impone le mani)


Come a noi fu promesso,
così il tuo capo io benedico,
per salutarti re.
Tu - puro,
che soffri e porti compassione,
che sai, e porti salvazione!
Come tu del redento i dolori hai dolorato,
così l'ultimo peso togli ora dal suo capo!
PARSIFAL
(schöpft unvermerkt Wasser aus dem Quell,
neigt sich zu der vor ihm noch knienden
Kundry und netzt ihr das Haupt)


Mein erstes Amt verricht' ich so: -
die Taufe nimm,
und glaub' an den Erlöser!

(Kundry senkt das Haupt tief zur Erde;
sie scheint heftig zu weinen).
(Parsifal wendet sich um und blickt mit
sanfter Entzückung auf Wald und Wiese,
welche jetzt im Vormittagslichte leuchten.)


Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön!
Wohl traf ich Wunderblumen an,
die bis zum Haupte süchtig mich umrankten;
doch sah ich nie so mild und zart
die Halme, Blüten und Blumen,
noch duftet' all' so kindisch hold
und sprach so lieblich traut zu mir.











Musica
PARSIFAL
(Attinge, inosservato, acqua dalla fonte,
s'inchina, sopra Kundry, che gli sta ancora
davanti inginocchiata, e le asperge il capo)


Al rito mio primo così io adempio: -
prendi il battesimo,
e credi al Redentore!

(Kundry curva profondamente il capo fino
a terra e sembra presa da pianto convulso)
(Parsifal si volta e guarda con dolce
estasi sulla selva e sul prato, che ora
rilucono in luce antimeridiana)


Oh come bello m'appare oggi il prato!
Bene io mi trovai tra fior di meraviglia,
che intorno a me cupidi s'attorcevan dino al capo;
e pure mai io vidi sì mansueti e teneri,
fiori e steli in fioritura;
né mai così tutto odoò di cara fanciullezza,
né così mi parlò intimo e soave!
GURNEMANZ

Das ist Karfreitags-Zauber, Herr!
GURNEMANZ

È l'incantesimo questo del Venerdì Santo, o Signore.
PARSIFAL

O wehe, des höchsten Schmerzentags!
Da sollte, wähn' ich, was da blüht,
was atmet, lebt und wiederlebt,
nur trauern, ach! und weinen?
PARSIFAL

O giorno, ahimè, di dolore supremo!
Ma non dovrebbe, penso, quel che qui fiorisce,
quel che qui respira e vive e ancor rivive,
in lutto, ahimè, soltanto lagrimare?
GURNEMANZ

Du siehst, das ist nicht so.
Des Sünders Reuetränen sind es,
die heut mit heil'gem Tau
beträufet Flur und Au':
der liess sie so gedeihen.
Nun freut sich alle Kreatur
auf des Erlösers holder Spur,
will sein Gebet ihm weihen.
Ihn selbst am Kreuze kann sie nicht erschauen:
da blickt sie zum erlösten Menschen auf;
der fühlt sich frei von Sündenlast und Grauen,
durch Gottes Liebesopfer rein und heil:
das merkt nun Halm und Blume auf den Auen,
dass heut des Menschen Fuss sie nicht zertritt,
doch wohl, wie Gott mit himmlischer Geduld
sich sein erbarmt' und für ihn litt,
der Mensch auch heut in frommer Huld
sie schont mit sanftem Schritt.
Das dankt dann alle Kreatur,
was all' da blüht und bald erstirbt,
da die entsündigte Natur
heut ihren Unschuldstag erwirbt.
GURNEMANZ

Tu vedi: non è così.
Son queste le lagrime del peccatore pentito,
le quali oggi con rugiada sacra
hanno irrorato il prato e la campagna:
egli così li ha fatti fiorire.
Ed ora è lieta ogni creatura
sull'orma amica del Redentore,
e a lui vuol consacrar la sua preghiera.
Lu stesso in croce ella non può contemplare:
e però leva lo sguardo verso l'uomo redento;
che dal gravame del peccato libero si sente,
e puro e santo per l'amor del divino sacrifizio.
Di questo ora s'avvedon stelo e fiore sui prati:
che non li calpesta, oggi, piede di uomo.
Ma a quel modo che Dio con celeste pazienza
di lui ebbe pietà, per lui sofferse,
così anche l'uomo oggi con clemenza pia,
alleviando il suo passo, li risparmia.
Ecco, ne rende grazie ogni creatura,
quante han qui fiore e presto periranno,
perché oggi la natura discolpata
conquista il giorno della sua innocenza!
(Kundry hat langsam wieder das Haupt erhoben und blickt feuchten Auges, ernst und ruhig bittend zu Parsifal auf) (Kundry ha rialzato lentamente il capo e con gli occhi umidi leva lo sguardo verso Parsifal in atto di raccolta, tranquilla preghiera)
PARSIFAL

Ich sah sie welken, die einst mir lachten:
ob heut sie nach Erlösung schmachten? -
Auch deine Träne ward zum Segenstaue:
du weinest - sieh! es lacht die Aue.

(Er küsst sie sanft auf die Stirne)
PARSIFAL

Appassire io vidi le a me ridenti un giorno:
chi sa non aspirino oggi anch'esse a redenzione? -
Diverrà anche la lagrima tua rugiada feconda:
tu piangi... guarda! E ride il prato!

(La bacia lievemente in fronte)
(Fernes Glockengeläute, sehr allmählich anschwellend) (Lontano concerto di campane, che lento lento cresce in romba)
GURNEMANZ

Mittag: -
Die Stund' ist da: -
gestatte Herr, dass dich dein Knecht geleite. -
GURNEMANZ

Mezzogiorno: -
è questa l'ora: -
Lascia, o signore, che ti guidi il tuo servo! -
(Gurnemanz hat seinen Gralsrittermantel herbeigeholt; er und Kundry bekleiden Parsifal damit. Parsifal ergreift feierlich den Speer und folgt mit Kundry langsam dem geleitenden Gurnemanz. - Die Gegend verwandelt sich sehr allmählich, ähnlicherweise wie im ersten Aufzuge, nur von rechts nach links. Nachdem die drei eine Zeitlang sichtbar geblieben, verschwinden sie gänzlich, als der Waldsich immer mehr verliert, und dagegen Felsengewölbe näher rücken. In gewölbten Gängen stets anwachsend vernehmbares Geläute. Die Felswände öffnen sich und die grosse Gralshalle, wie im ersten Aufzuge, nur ohne die Speisetafeln, stellt sich wieder dar. - Düstere Beleuchtung. - Von der einen Seite ziehen die Titurels Leiche im Sarge tragenden Ritter herein; von der anderen Seite die Amfortas im Siechbett geleitenden; vor diesen der verhüllte Schrein mit dem "Grale")

(Gesang der Ritter während des Einzuges)


Musica

Musica
(Gurnemanz è andato a prendere il suo mantello di Cavaliere del Gral; aiutato da Kundry, ne riveste Parsifal. Parsifal impugna solennemente la lancia e insieme con Kundry segue lentamente Gurnemanz, che fa da guida. - Il paesaggio muta molto lentamente allo stesso modo come nel primo atto, però da destra verso sinistra. I tre personaggi rimangono per un certo tempo visibili, per scomparire del tutto, quando la foresta sempre più dirada per far posto a passaggi coperti dentro la roccia. Ivi il concento delle campane si fa sentire sempre più forte. Apertesi le pareti della roccia, la gran sala del Gral riappare, come nel primo atto, tranne per il fatto che mancano le mense. - Luce fosca. - Da una parte entrano i cavalieri, che portano, nella sua bara, il cadavere di Titurel: dall'altra, coloro che accompagnano Amfortas sulla lettiga, preceduti dallo scrigno coperto che contiene il "Gral".)

(Canto dei Cavalieri durante l'ingresso dei cortei)
ERSTER ZUG
(mit dem "Gral" und Amfortas)

Geleiten wir im bergenden Schrein
den Gral zum heiligen Amte,
wen berget ihr im düst'ren Schrein
und führt ihr trauernd daher?
PRIMO CORTEO
(col "Gral" e Amfortas)

Chiuso nel suo scrigno accompagnamo
il Gral a santo rito.
Nel fosco scrigno chi tenete chiuso,
e in lutto trasportate?
ZWEITER ZUG
(mit Titurels Sarge)

Es birgt den Helden der Trauerschrein,
er birgt die heilige Kraft,
der Gott einst selbst zur Pflege sich gab:
Titurel führen wir her.
SECONDO CORTEO
(con la bara di Titurel)

Questo scrigno di lutto chiude l'eroe,
chiude il santo e il forte,
cui Dio un giorno donò sé stesso a custodire:
Titurel trasportiamo.
ERSTER ZUG
(während die beiden Züge
aneinander vorbeischreiten)


Wer hat ihn gefällt, der in Gottes Hut
Gott selbst einst beschirmte?
PRIMO CORTEO
(Mentre i due cortei,
passandosi vicino, s'incrociano)


Chi mai l'ha ucciso l'uom che , da Dio protetto,
protesse un giorno Dio stesso?
ZWEITER ZUG

Ihn fällte des Alters siegende Last,
da den Gral er nicht mehr erschaute.
SECONDO CORTEO

L'uccise il peso vincitore degli anni,
poiché il Gral non più potè contemplare.
ERSTER ZUG

Wer wehrt' ihm des Grales Huld zu erschauen?
PRIMO CORTEO

Chi la grazia del Gral gli impedì di contemplare?
ZWEITER ZUG

Den dort ihr geleitet, der sündige Hüter.
SECONDO CORTEO

Colui che accompagnate, custode peccatore.
ERSTER ZUG

Wir geleiten ihn heut, weil heut noch einmal
- zum letzten Male! -
will des Amtes er walten.
PRIMO CORTEO

Oggi l'accompagnamo, perché oggi una volta ancora
- l'ultima! -
egli vuol compiere il rito.
ZWEITER ZUG
(Amfortas ist auf das Ruhebett hinter
dem Gralstische niedergelassen,
der Sarg davor niedergestellt worden:
die Ritter wenden sich
mit dem Folgenden an Amfortas.)


Wehe! Wehe! Du Hüter des Grals!
Zum letztenmal
sei deines Amts gemahnt!








Musica
SECONDO CORTEO
(Amfortas si trova ora adagiato
sul giaciglio dietro l'ara del Gral
e davanti a lui è stata deposta la bara:
durante quel che segui,
i Cavalieri si rivolgono ad Amfortas.)


Sventura! Sventura! O custode del Gral!
Per l'ultima volta
sii esortato al rito!
AMFORTAS
(sich matt ein wenig aufrichtend)

Ja - Wehe! Wehe! Weh' über mich!
So ruf' ich willig mit euch.
Williger nähm' ich von euch den Tod, -
der Sünde mildeste Sühne!
AMFORTAS
(stanco, alzandosi un poco)

Sì - Sventura! Sventura! Sventura sopra di me!
Così di mio volere grido a voi.
Da voi più volentieri accetterei la morte, -
mitissima espiazione del peccato!
(Der Sarg wird geöffnet. Beim Anblick der Leiche Titurels bricht alles in einen jähen Wehruf aus.) Musica (La bara viene aperta. Alla vista del cadavere di Titurel, tutti prorompono in un grido violento di dolore)
AMFORTAS
(von seinem Lager sich hoch aufrichtend,
zu der Leiche gewendet)


Mein Vater!
Hochgesegneter der Helden!
Du Reinster, dem einst die Engel sich neigten:
der einzig ich sterben wollt',
dir - gab ich den Tod!
Oh! der du jetzt in göttlichem Glanz
den Erlöser selbst erschaust,
erflehe von ihm, dass sein heiliges Blut, -
wenn noch einmal heut sein Segen
die Brüder soll erquicken,
wie ihnen neues Leben -
mir endlich spende - den Tod!
Tod! - Sterben: -
einz'ge Gnade!
Die schreckliche Wunde, das Gift, ersterbe,
das es zernagt, erstarre das Herz!
Mein Vater! Dich - ruf' ich,
rufe du ihm es zu:
"Erlöser, gib meinem Sohne Ruh'!"





















Musica
AMFORTAS
(sollevandosi alto dal suo giaciglio,
volto verso il cadavere)


Padre mio!
Benedetto tra tutti gli eroi!
Tu, purissimo, cui un giorno gli angeli s'inginocchiarono:
io, che solo volevo morire,
a te - ho dato la morte!
O tu, che ora in splendore divino
il Redentore stesso contempli,
da lui impetra che il suo santo sangue, -
se pure la sua benedizione ancora una volta oggi
ai fratelli conforto deve portare,
come a loro nuova vita -
a me così largisca infin - la morte!
Morte! - Morire: -
unica grazia!
La tremenda velenosa ferita si consumi,
e irrigidisca il cuore, che il velen rode!
Padre mio! Te - io chiamo,
e tu a Lui il mio grido ripeti:
"Redentore, a mio figlio dà riposo!"
DIE RITTER
(drängen sich näher
an Amfortas heran)


Enthüllet den Gral! -
Walte des Amtes!
Dich mahnet dein Vater: -
Du musst, du musst!
I CAVALIERI
(facendo ressa verso Amfortas
in confuso groviglio)


Scoprite il Gral! -
Adempi il rito!
Tuo padre t'esorta: -
lo devi! Lo devi!
AMFORTAS
(in wütender Verzweiflung
aufspringend und unter die
zurückweichenden Ritter
sich stürzend)


Nein! - Nicht mehr! - Ha!
Schon fühl' ich den Tod mich umnachten,
und noch einmal sollt' ich ins Leben zurück?
Wahnsinnige!
Wer will mich zwingen zu leben,
könnt ihr doch Tod mir nur geben?

(Er reisst sich das Gewand auf)

Hier bin ich, - die offne Wunde hier!
Das mich vergiftet, hier fliesst mein Blut:
heraus die Waffen! Taucht eure Schwerte
tief - tief, bis ans Heft!
Auf! Ihr Helden:
tötet den Sünder mit seiner Qual, -
von selbst dann leuchtet euch wohl der Gral!...
AMFORTAS
(balzando
con furente disperazione
e precipitandosi
tra i Cavalieri che arretrano)


No! - Non più! Ah!
Già sento intorno a me farsi notte di morte,
e dovrei ancora una volta in vita ritornare?
Deliranti!
Chi vuole mai costringermi alla vita,
da poi che sol la morte voi mi potete dare?

(strappandosi la veste)

Eccomi qui, - ecco la ferita aperta!
Il sangue che m'avvelena, ecco ne scorre:
fuori l'armi! Le spade vostre piantate
a fondo - a fondo, fino all'elsa!
Su, eroi:
uccidete il peccatore e il suo tormento, -
per sé stesso allora il Gral vi splenderà!...
(Alles ist scheu vor Amfortas gewichen, welcher in furchtbarer Exstase einsam steht. - Parsifal ist, von Gurnemanz und Kundry begleitet, unvermerkt unter den Rittern erschienen, tritt jetzt hervor und streckt den Speer aus, mit dessen Spitze er Amfortas' Seite berührt) (Tutti sono arretrati spaurendo, davanti ad Amfortas, che rimane in piedi, solo, in terribile delirio. - Parsifal, accompagnato da Gurnemanz e Kundry, è apparso inosservato tra i Cavalieri; s'avanza, protende la lancia e tocca con la punta il fianco d'Amfortas)
PARSIFAL

Nur eine Waffe taugt: -
die Wunde schliesst
der Speer nur, der sie schlug.
PARSIFAL

Soltanto un'arma vale: -
chiude la ferita,
la lancia soltanto che l'ha aperta.
(Amfortas' Miene leuchtet in heiliger Entzückung auf; er scheint vor grosser Ergriffenheit zu schwanken; Gurnemanz stützt ihn) (Il viso di Amfortas s'illumina di un'estasi santa; dalla grande commozione sembra barcollare. Gurnemanz lo sostiene)
PARSIFAL

Sei heil - entsündigt und entsühnt!
Denn ich verwalte nun dein Amt.
Gesegnet sei dein Leiden,
das Mitleids höchste Kraft
und reinsten Wissens Macht
dem zagen Toren gab.

(Parsifal schreitet nach der Mitte,
den Speer hoch vor sich erhebend.)


Den heil'gen Speer -
ich bring' ihn euch zurück! -

(Alles blickt in höchster Entzückung
auf den emporgehaltenen Speer,
zu dessen Spitze aufschauend
Parsifal in Begeisterung fortfährt.)


Oh! Welchen Wunders höchstes Glück!
Der deine Wunde durfte schliessen,
ihm seh' ich heil'ges Blut entfliessen
in Sehnsucht nach dem verwandten Quelle,
der dort fliesst in des Grales Welle. -
Nicht soll der mehr verschlossen sein:
Enthüllet den Gral! - Öffnet den Schrein!
PARSIFAL

Sanato sii - purificato e assolto!
Poiché io sono, che ormai al tuo rito adempio.
Benedetto sia il tuo dolore,
che la forza suprema della compassione
e la potenza d'un purissimo sapere
donò ad un timido folle!

(Parsifal avanza verso il mezzo,
levando innanzi a sé alto la lancia)


La santa lancia -
ecco io vi rendo! -

(Tutti, al colmo dell'ebrezza,
volgono lo sguardo alla lancia sollevata.
Fisso lo sguardo alla sua punta,
Parsifal continua ispirato)


Oh! di quale miracolo, altissimo trionfo!
Da quella ch'ebbe potere di chiudere la tua ferita,
un santo sangue scorrere contemplo,
bramoso volto alla congiunta fonte,
che nell'onda del Gral colà fluisce. -
Non deve più rimaner chiuso:
scoprite il Gral! - Apritene lo scrigno!
(Parsifal besteigt die Stufen des Weihtisches, entnimmt dem von den Knaben geöffneten Schreine den "Gral" und versenkt sich, unter stummem Gebete, kniend in seinen Anblick. - Allmähliche sanfte Erleuchtung des "Grales". - Zunehmende Dämmerung in der Tiefe bei wachsendem Lichtscheine aus der Höhe) Musica (Parsifal sale i gradini dell'ara, toglie il "Gral" dallo scrigno aperto dai ragazzi e, inginocchiatosi, si sprofonda, con silenziosa preghiera, nella sua contemplazione. - Lento, mite raggiare del "Gral". - Penombra crescente in basso, mentre dall'alto cresce il bagliore)
ALLE
(mit Stimmen aus der mittleren,
sowie der oberen Hohe,
kaum hörbar leise)


Höchsten Heiles Wunder!
Erlösung dem Erlöser!
TUTTI
(con voci, così alla media come
alla somma altezza, sommessamente,
in modo appena percettibile)


Miracolo d'altissima salute!
Redenzione al Redentore!
(Lichtstrahl: hellstes Erglühen des "Grales". Aus der Kuppel schwebt eine wetsse Taube herab und verweilt über Parsifals Haupte. - Kundry sinkt, mit dem Blicke zu ihm auf, langsam vor Parsifal entseelt zu Boden. Amfortas und Gurnemanz huldigen kniend Parsifal, welcher den Gral segnend über die anbetende Ritterschaft schwingt.)

(Der Vorhang schliesst sich langsam)
(Raggio luminoso; abbagliante fulgore del "Gral". Dalla cupola scende a volo aperto una bianca colomba, arrestandosi sul capo di Parsifal. - Kundry, lo sguardo levato verso di lui, cade lentamente a terra esanime davanti a Parsifal. Amfortas e Gurnemanz, in ginocchio, rendono omaggio a Parsifal, il quale traccia col Gral un gesto di benedizione sui cavalieri adoranti)

(La tela cala lentamente)