

| (ZWEITER AUFZUG) | (ATTO SECONDO) | |
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ZWEITE SZENE (Bei anbrechendem Tage treten Mime und Siegfried auf. Siegfried trägt das Schwert in einem Gehenke von Bastseil. Mime erspäht genau die Stätte; er forscht endlich dem Hintergrunde zu, welcher - während die Anhöhe im mittleren Vordergrunde später immer heller von der Sonne beleuchtet wird - in finstrem Schatten bleibt; dann bedeutet er Siegfried) |
SCENA SECONDA (Sul fare del giorno entrano Mime e Siegfried. Siegfried porta la spada ad una bandoliera di corteccia. Mime ispeziona il luogo con cura. Da ultimo indaga verso il fondo, il quale - mentre il rialzo di terreno alla metà del proscenio viene in seguito sempre più chiaramente illuminato dal sole - rimane invece in ombra profonda. Poi fa cenno a Siegfried) |
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MIME Wir sind zur Stelle! Bleib hier stehn! |
MIME Siamo sul posto! Rimani qui! |
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SIEGFRIED (setzt sich unter einer grossen Linde nieder und schaut sich um) Hier soll ich das Fürchten lernen? Fern hast du mich geleitet: eine volle Nacht im Walde selbander wanderten wir. Nun sollst du, Mime, mich meiden! Lern' ich hier nicht, was ich lernen muss, allein zieh' ich dann weiter: dich endlich werd' ich da los! |
SIEGFRIED (Si mette a sedere sotto un gran tiglio e si guarda intorno) Qui dovrò imparare la paura? Lontano tu m'hai condotto: una notte intera nella foresta noi due insieme abbiam girovagato. Ora, tu Mime, devi lasciarmi! Se qui non imparo quel che debbo imparare, proseguirò io solo il cammino: così alla fine sarò libero da te! |
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MIME (setzt sich ihm gegenüber, so dass er die Höhle immer noch im Auge behält) Glaube, Liebster! Lernst du heut' und hier das Fürchten nicht, an andrem Ort, zu andrer Zeit schwerlich erfährst du's je. - Siehst du dort den dunklen Höhlenschlund? Darin wohnt ein greulich wilder Wurm: unmassen grimmig ist er und gross; ein schrecklicher Rachen reisst sich ihm auf; mit Haut und Haar auf einen Happ verschlingt der Schlimme dich wohl. |
MIME (Gli si pone di faccia in modo da tener sempre sott'occhio la caverna) Credi, carissimo! Se tu oggi e qui non impari la paura, in altro luogo in altro tempo, difficilmente mai l'apprenderai. - Vedi tu laggiù la gola oscura d'una caverna? Abita là dentro un drago orribile e selvaggio: fuor di misura feroce egli è, e grande; spaventevoli le fauci gli si spalancano; con pelle e pelo in un batter di ganascia lo scellerato ben t'ingoierà. |
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SIEGFRIED (immer unter der Linde sitzend) Gut ist's, den Schlund ihm zu schliessen: drum biet' ich mich nicht dem Gebiss. |
SIEGFRIED (sempre a sedere sotto il tiglio) Sarà bene chiudergli la strozza: perciò non m'offrirò alle sue zanne. |
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MIME Giftig giesst sich ein Geifer ihm aus: wen mit des Speichels Schweiss er bespeit, dem schwinden wohl Fleisch und Gebein. |
MIME Velenosa si versa da lui una bava: colui ch'egli sbava col sudor della saliva, a lui di certo spariscon carne ed ossa. |
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SIEGFRIED Dass des Geifers Gift mich nicht sehre, weich' ich zur Seite dem Wurm. |
SIEGFRIED Perché non m'offenda il veleno della bava, sui fianchi del drago io mi ritrarrò. |
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MIME Ein Schlangenschweif schlägt sich ihm auf: wen er damit umschlingt und fest umschliesst, dem brechen die Glieder wie Glas! |
MIME Coda di serpente gli si drizza: colui ch'egli con quella avvolge, e saldo stringe, a lui si spezzan come vetro le membra! |
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SIEGFRIED Vor des Schweifes Schwang mich zu wahren, halt' ich den Argen im Aug'. - Doch heisse mich das: hat der Wurm ein Herz? |
SIEGFRIED Per guardarmi dal vibrar della coda, terrò ben d'occhio quel furfante. - Però questo fammi sapere: il drago ha un cuore? |
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MIME Ein grimmiges, hartes Herz! |
MIME Un cuor duro e feroce! |
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SIEGFRIED Das sitzt ihm doch, wo es jedem schlägt, trag' es Mann oder Tier? |
SIEGFRIED Gli sarà, penso, situato dove batte a ciascuno, l'abbia uomo od animale? |
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MIME Gewiss, Knabe, da führt's auch der Wurm. Jetzt kommt dir das Fürchten wohl an? |
MIME Certo, ragazzo, là lo porta anche il drago. Ma comincia ora forse a venirti la paura? |
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SIEGFRIED (bisher nachlässig ausgestreckt, erhebt sich rasch zum Sitz) Notung stoss' ich dem Stolzen ins Herz! Soll das etwa Fürchten heissen? He, du Alter! Ist das alles, was deine List mich lehren kann? Fahr' deines Wegs dann weiter; das Fürchten lern' ich hier nicht. |
SIEGFRIED (finora oziosamente disteso, s'alza svelto a sedere) Notung io pianterò al superbo nel cuore! Questo, per caso, si chiamerà paura? Ehi! Vecchio! È questo tutto quel che la tua astuzia mi può insegnare? Continua allora per la tua strada; la paura qui, io non l'imparerò. |
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MIME Wart' es nur ab! Was ich dir sage, dünke dich tauber Schall: ihn selber musst du hören und sehn, die Sinne vergehn dir dann schon! Wenn dein Blick verschwimmt, der Boden dir schwankt, im Busen bang dein Herz erbebt: (sehr freundlich) dann dankst du mir, der dich führte, gedenkst, wie Mime dich liebt. |
MIME Ma aspetta il séguito! Quel che ti dico potrà semprarti morta risonanza: se tu stesso lo dovrai udire e vedere, subito allora ti svaniranno i sensi! Quando il tuo sguardo naufragherà, e il suolo ti vacillerà, - e ansioso nel petto il cuor ti tremerà: - (molto amichevolmente) ringrazierai allora me, che t'ho condotto, e ricorderai come t'ama Mime. |
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SIEGFRIED Du sollst mich nicht lieben! Sagt' ich dir's nicht? Fort aus den Augen mir! Lass mich allein: sonst halt' ich's hier länger nicht aus, fängst du von Liebe gar an! Das eklige Nicken und Augenzwicken, wann endlich soll ich's nicht mehr sehn, wann werd' ich den Albernen los? |
SIEGFRIED Tu non mi devi amare! Non te l'ho detto? Via dai miei occhi! Lasciami solo: o io qui non sopporto più a lungo, che proprio d'amore tu mi venga a parlare! Quel nauseante accennare, quel d'occhi strizzare, quando mai finalmente non lo vedrò più; quando mi libererò dallo scimunito? |
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MIME Ich lass' dich schon. Am Quell dort lagr' ich mich; steh' du nur hier; steigt dann die Sonne zur Höh', merk' auf den Wurm: aus der Höhle wälzt er sich her, hier vorbei biegt er dann, am Brunnen sich zu tränken. |
MIME Già io ti lascio. Mi stenderò laggiù presso la fonte, tu sta pur qui; ma poi che il sole salirà verso l'alto, tu bada al drago: fuori della caverna egli si snoderà, di qua passando, e poi piegherà, per abbeverarsi alla fonte. |
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SIEGFRIED (lachend) Mime, weilst du am Quell, dahin lass' ich den Wurm wohl gehn: Notung stoss' ich ihm erst in die Nieren, wenn er dich selbst dort mit weggesoffen. Darum, hör' meinen Rat, raste nicht dort am Quell; kehre dich weg, so weit du kannst, und komm' nie mehr zu mir! |
SIEGFRIED (ridendo) Mime, se ti trattieni alla fonte, certo io lascerò che il drago ci vada: Notung io gli pianterò allora soltanto nelle reni, che proprio anche te laggiù abbia fatto sparire nella strozza. e perciò, senti il mio consiglio: non ti posar laggiù presso la fonte; vattene via, lontano quanto puoi, e da me non tornar più! |
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MIME Nach freislichem Streit dich zu erfrischen, wirst du mir wohl nicht wehren? (Siegfried wehrt ihn hastig ab) Rufe mich auch, darbst du des Rates, - (Siegfried wiederholt die Gebärde mit Ungestüm) oder wenn dir das Fürchten gefällt. |
MIME Dopo la lotta tremenda, ch'io ti porti rinfresco non vorrai già tu vietarmi? (Siegfried lo respinge con rabbia) E anche chiamami, se ti manca consiglio, - (Siegfried ripete il gesto con violenza) oppur se ti sorprende la paura. |
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| (Siegfried erhebt sich und treibt Mime mit wütender Gebärde zum Fortgehen) | (Siegfried s'alza e con gesto furioso spinge Mime ad andarsene) | |
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MIME (im Abgehen für sich) Fafner und Siegfried - Siegfried und Fafner - O brächten beide sich um! (Er verschwindet rechts im Wald) |
MIME (tra sé, nell'andarsene) Fafner e Siegfried - Siegfried e Fafner - Oh se s'ammazzassero a vicenda! (Scompare a destra nella foresta) |
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SIEGFRIED (streckt sich behaglich unter der Linde aus und blickt dem davongehenden Mime nach) Dass der mein Vater nicht ist, wie fühl' ich mich drob so froh! Nun erst gefällt mir der frische Wald; nun erst lacht mir der lustige Tag, da der Garstige von mir schied und ich gar nicht ihn wiederseh'! (Er verfällt in schweigendes Sinnen) Wie sah mein Vater wohl aus? - Ha, gewiss wie ich selbst! Denn wär' wo von Mime ein Sohn, müsst' er nicht ganz Mime gleichen? Grade so garstig, griesig und grau, klein und krumm, höckrig und kinkend, mit hängenden Ohren, triefigen Augen fort mit dem Alp! Ich mag ihn nicht mehr seh'n. (Er lehnt sich tiefer zurück und blickt durch die Baumwipfel auf. Tiefe Stille. Waldweben) Aber - wie sah meine Mutter wohl aus? Das kann ich nun gar nicht mir denken! - Der Rehhindin gleich glänzten gewiss ihr hell schimmernde Augen, nur noch viel schöner! - Da bang sie mich geboren, warum aber starb sie da? Sterben die Menschenmütter an ihren Söhnen alle dahin? - Traurig wäre das, traun! Ach, möcht' ich Sohn meine Mutter sehen! - Meine Mutter - ein Menschenweib! (Er seufzt leise und streckt sich tiefer zurück. Grosse Stille. - Wachsendes Waldweben. Siegfrieds Aufmerksamkeit wird endlich durch den Gesang der Waldvögel gefesselt. Er lauscht mit wachsender Teilnahme einem Waldvogel in den Zweigen über ihm) Du holdes Vöglein! Dich hört' ich noch nie: bist du im Wald hier daheim? - Verstünd' ich sein süsses Stammeln! Gewiss sagt' es mir was, - vielleicht von der lieben Mutter? Ein zankender Zwerg hat mir erzählt, der Vöglein Stammeln gut zu verstehn, dazu könnte man kommen. Wie das wohl möglich wär'? - (Er sinnt nach. Sein Blick fällt auf ein Rohrgebüsch unweit der Linde) Hei! Ich versuch's; sing' ihm nach: auf dem Rohr tön' ich ihm ähnlich! Entrat' ich der Worte, achte der Weise, sing' ich so seine Sprache, versteh' ich wohl auch, was es spricht. (Er eilt an den nahen Quell, schneidet mit dem Schwerte ein Rohr ab und schnitzt sich hastig eine Pfeife daraus. Währenddem lauscht er wieder) Es schweigt und lauscht: - so schwatz' ich denn los! (Er bläst auf dem Rohr. Er setzt ab, schnitzt wieder und bessert. Er bläst wieder. Er schüttelt mit dem Kopfe und bessert wieder. Er wird ärgerlich, drückt das Rohr mit der Hand und versucht wieder. Er setzt lächelnd ganz ab) Das tönt nicht recht; auf dem Rohre taugt die wonnige Weise mir nicht. - Vöglein, mich dünkt, ich bleibe dumm: von dir lernt sich's nicht leicht! - (Er hört den Vogel wieder und blickt zu ihm auf) Nun schäm' ich mich gar vor dem schelmischen Lauscher: er lugt und kann nichts erlauschen. - Heida! So höre nun auf mein Horn. (Er schwingt das Rohr und wirft es weit fort) Auf dem dummen Rohre gerät mir nichts. - Einer Waldweise, wie ich sie kann, der lustigen sollst du nun lauschen. Nach liebem Gesellen lockt' ich mit ihr: nichts Bessres kam noch als Wolf und Bär. Nun lass mich sehn, wen jetzt sie mir lockt: ob das mir ein lieber Gesell? |
Musica Musica Musica Musica Musica Musica |
SIEGFRIED (Si stende comodamente sotto il tiglio e segue con lo sguardo Mime che s'allontana) Che costui non sia mio padre, come me ne sento lieto! Ora per la prima volta a me piace la fresca foresta; ora per la prima volta a me ride il giocondo giorno, che quel laido m'ha lasciato, e non lo rivedrò mai più! (cadendo in silenziosa meditazione) Chi sa com'era l'aspetto di mio padre? - Oh, certamente come il mio! Perché, dove mai sarebbe un figlio di Mime, che in tutto non dovesse a Mime assomigliare? Appunto sì brutto e tetro e grigio, e corto e curvo, e goffo e zoppicone, dagli orecchi penzoloni, dagli occhi cisposi. - Alla malora quell'elfe! Non lo posso più vedere! (Si rovescia maggiormente all'indietro e guarda attraverso la vetta dell'albero. Silenzio profondo. - Vita della foresta) Ma - come mai sarà stato l'aspetto di mia madre? Questo non me lo posso ora proprio pensare! - Simile a cerbiatta, brillavan di certo a lei chiarolucenti gli occhi; solo molto più belli ancora! - Da poi che in ansia mi dette alla luce, perché in quel punto mai venne a morire? Via se ne muoiono le madri umane, per i loro figli tutte? Sarebbe questo triste, in fede mia! Ah potessi, io figlio, mia madre vedere! Mia madre - una donna umana! (Sospira lievemente e si stende sempre più supino. Gran silenzio. - Vita crescente della foresta. - L'attenzione di Siegfried viene finalmente fermata dal canto degli uccelli della foresta. Egli tende l'orecchio con crescente partecipazione ad un uccel di bosco tra i rami sul suo capo) Mio caro uccelletto! Non ti ho ancora mai udito: sei qui nella foresta a casa tua? - Se comprendessi il suo dolce cinguettìo! Certo qualche cosa m'ha detto, - forse della mia madre cara? Un nano litigioso m'ha raccontato che il cinguettìo degli uccelli a ben comprendere l'uomo potrebbe arrivare. Come sarebbe mai questo possibile? (Va meditando. Il suo sguardo cade su di un canneto non lontano dal tiglio) Su via, lo tento; l'imiterò col canto: sulla canna suonerò simile a lui! Se, facendo a meno delle parole, osservo la melodia, ecco ch'io canto la sua lingua, e ben comprendo anche quel ch'ei parla. (Balza presso la fonte vicina taglia una canna con la spada e se ne forma rapidamente uno zufolo. - Nel frattempo, presta nuovamente orecchio) Tace e sta in ascolto: - dunque chiacchiererò io a distesa. (Soffia nella canna. S'interrompe, migliora il taglio, torna a soffiare. Scuote il capo e corregge nuovamente, stizzito, preme la canna con la mano e tenta di nuovo. Ridendo, smette del tutto.) Non suona giusto; sulla canna non mi confà la gioiosa melodia. - Mi sembra, uccelletto, che rimango sciocco: il canto da te non s'impara facilmente! - (Nuovamente ascolta l'uccello e guarda in su verso di lui) Ora mi vergogno sul serio di fronte al briccone che m'ascolta: guarda, ed all'ascolto non può nulla afferrare. - Ehi costà! Senti dunque, ora, dal mio corno! (Agita lo zufolo nell'aria e lo scaglia via lontano) Con questa sciocca canna nulla mi riesce. - Una melodia di selva, come m'è possibile, di quelle gioiose, ora devi ascoltare: cari compagni ho cercato con quella d'allettare: niente finora è venuto di meglio che lupi ed orsi. Dunque lasciami vedere, chi ora m'attrae; chi sa non sia un compagno caro? |
| (Er nimmt das silberne Hifthorn und bläst darauf. Im Hintergrunde regt es sich. - Fafner, in der Gestalt eines ungeheuren eidechsenartigen Schlangenwurmes, hat sich in der Höhle von seinem Lager erhoben; er bricht durch das Gesträuch und wälzt sich aus der Tiefe nach der höheren Stelle vor, so dass er mit dem Vorderleibe bereits auf ihr angelangt ist, als er jetzt einen starken, gähnenden Laut ausstösst.) | (Prende il piccolo corno d'argento e gli dà fiato. Nel fondo, qualche cosa si muove. - Fafner, in figura d'un drago enorme a forma di lucertola, s'è alzato dal suo giaciglio nella caverna. Si fa strada tra la macchia snodandosi fuori dal profondo verso il rialzo di terreno, così che con la parte anteriore del corpo vi è già arrivato, quando rompe in un forte e sonoro sbadiglio) | |
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SIEGFRIED (sieht sich um und heftet den Blick verwundert auf Fafner) Haha! Da hätte mein Lied mir was Liebes erblasen! Du wärst mir ein saub'rer Gesell! |
SIEGFRIED (Si guarda intorno e fissa meravigliato lo sguardo su Fafner) Haha! Proprio questo la mia canzone doveva trarmi, col fiato, di carino! Simpatico compagno mi saresti! |
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FAFNER (hat beim Anblick Siegfrieds auf der Höhe angehalten und verweilt nun daselbst) Was ist da? |
FAFNER (Alla vista di Siegfried s'è fermato sul rialzo, ed ivi ora s'indugia) Che c'è costà? |
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SIEGFRIED Ei, bist du ein Tier, das zum Sprechen taugt, wohl liess' sich von dir was lernen? Hier kennt einer das Fürchten nicht: kann er's von dir erfahren? |
SIEGFRIED Ehi! se tu sei una bestia, che sa parlare, qualcosa forse da te ci sarebbe da imparare? Ecco qui uno che non conosce la paura: la può per mezzo tuo sperimentare? |
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FAFNER Hast du Übermut? |
FAFNER Hai tu gran baldanza? |
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SIEGFRIED Mut oder Übermut - was weiss ich! Doch dir fahr' ich zu Leibe, lehrst du das Fürchten mich nicht! |
SIEGFRIED Baldanza o gran baldanza - che ne so io? Però te la farò pagar cara, se non m'insegnerai la paura! |
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FAFNER (stösst einen lachenden Laut aus) Trinken wollt' ich: nun treff' ich auch Frass! (Er öffnet seinen Rachen und zeigt die Zähne) |
FAFNER (Rompe in una sonora risata) Volevo bere: e mi trovo il pasto per giunta! (Apre le fauci e mostra le zanne) |
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SIEGFRIED Eine zierliche Fresse zeigst du mir da, lachende Zähne im Leckermaul! Gut wär' es, den Schlund dir zu schliessen; dein Rachen reckt sich zu weit! |
SIEGFRIED Un grugno grazioso ecco tu mi mostri: zanne che ridono, in boccaccia di ghiottone! Sarebbe bene chiuderti la strozza; si stiran le tue fauci troppo lontano! |
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FAFNER Zu tauben Reden taugt er schlecht: dich zu verschlingen, frommt der Schlund. (Er droht mit dem Schweife) |
FAFNER A vane parole male esse valgono: ad ingoiarti serve quella strozza. (Lo minaccia con la coda) |
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SIEGFRIED Hoho! Du grausam grimmiger Kerl! Von dir verdaut sein, dünkt mich übel: rätlich und fromm doch scheint's, du verrecktest hier ohne Frist. |
SIEGFRIED Oh! Oh! Crudele tipo feroce! D'esser da te digerito, poco mi persuade: parrebbe invece onesto ed opportuno, che senza indugio qui te ne crepassi! |
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FAFNER (brüllend) Pruh! Komm, prahlendes Kind! |
FAFNER (rugghiando) Puh! Vieni! fanciullo fanfarone! |
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SIEGFRIED Hab' acht, Brüller! Der Prahler naht! |
SIEGFRIED Attento, ruggitore! Il fanfarone si fa avanti! |
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| (Er zieht sein Schwert, springt Fafner an und bleibt herausfordernd stehen. Fafner wälzt sich weiter auf die Höhe herauf und sprüht aus den Nüstern auf Siegfried. Dieser weicht dem Geifer aus, springt näher zu und stellt sich zur Seite. Fafner sucht ihn mit dem Schweife zu erreichen. Siegfried, welchen Fafner fast erreicht hat, springt mit einem Satze über diesen hinweg und verwundet ihn an dem Schweife. Fafner brüllt, zieht den Schweif heftig zurück und bäumt den Vorderleib, um mit dessen voller Wucht sich auf Siegfried zu werfen; so bietet er diesem die Brust dar; Siegfried erspäht schnell die Stelle des Herzens und stösst sein Schwert bis an das Heft hinein. Fafner bäumt sich vor Schmerz noch höher und sinkt, als Siegfried das Schwert losgelassen und zur Seite gesprungen ist, auf die Wunde zusammen) | (Trae la spada, balza contro Fafner e rimane in postazione di sfida. Fafner continua a snodarsi su per il rialzo del terreno e sprizza dalle froge contro Siegfried. Questi si sottrae alla bava, e balzandogli più vicino, gli si mette al fianco. Fafner cerca di raggiungerlo con la coda. Siegmund, che Fafner per poco non ha raggiunto, passa d'un salto sopra il corpo di lui e lo ferisce alla coda. Fafner mugghia, ritrae con violenza la coda e solleva la parte superiore del corpo per gettarsi su Siegfried con tutta quella mole. E così si scopre il petto. Siegfried rintraccia subito la posizione del cuore e vi pianta dentro la sua spada fino all'elsa. Fafner dal dolore si solleva ancora più alto, e mentre Siegfried, abbandonando la spada, è saltato da parte, s'abbatte sulla propria ferita) | |
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SIEGFRIED Da lieg', neidischer Kerl! Notung trägst du im Herzen. |
SIEGFRIED Stai lì, invidioso furfante! Notung tu porti nel cuore. |
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FAFNER (mit schwächerer Stimme) Wer bist du, kühner Knabe, der das Herz mir traf? Wer reizte des Kindes Mut zu der mordlichen Tat? Dein Hirn brütete nicht, was du vollbracht. |
FAFNER (con voce che va indebolendosi) Chi sei tu, ragazzo ardito, che m'hai trafitto il cuore? Chi incitò l'animo del fanciullo all'atto micidiale? Non la tua fronte ha tramato quel che tu hai compiuto. |
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SIEGFRIED Viel weiss ich noch nicht, noch nicht auch, wer ich bin. Mit dir mordlich zu ringen, reiztest du selbst meinen Mut. |
SIEGFRIED Molto ancora io non so, neppure ancora chi io mi sia: a lottare a morte con te, tu stesso suscitasti il mio animo. |
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FAFNER Du helläugiger Knabe, unkund deiner selbst, wen du gemordet meld' ich dir. Der Riesen ragend Geschlecht, Fasolt und Fafner, die Brüder - fielen nun beide. Um verfluchtes Gold, von Göttern vergabt, traf ich Fasolt zu Tod. Der nun als Wurm den Hort bewachte, Fafner, den letzten Riesen, fällte ein rosiger Held. - Blicke nun hell, blühender Knabe: der dich Blinden reizte zur Tat, berät jetzt des Blühenden Tod! (ersterbend) Merk', wie's endet! - Acht' auf mich! |
FAFNER O ragazzo dagli occhi chiari, inconscio di te stesso, chi tu abbia ucciso io ti dirò. La razza colossale dei giganti, Fasolt e Fafner fratelli - l'uno e l'altro - sono ormai caduti. Per l'oro maledetto, dato dagli dèi, io colpii Fasolt a morte: colui che ora qual drago custodiva il tesoro, Fafner, ultimo gigante, l'ha ucciso un roseo eroe. - Or guarda chiaro, o florido fanciullo: chi te, cieco, ha suscitato all'impresa, or va tramando al florido la morte! (spirando) Vedi come finisce! - Bada a me! |
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SIEGFRIED Woher ich stamme, rate mir noch; weise ja scheinst du, Wilder, im Sterben: rat' es nach meinem Namen: - Siegfried bin ich genannt. |
SIEGFRIED Da dove io vengo ancora sappimi dire; davvero saggio tu sembri, o selvaggio, nel morire: dal mio nome sappi indovinare: - Siegfried sono chiamato. |
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FAFNER Siegfried...! (Er seufzt, hebt sich und stirbt) |
FAFNER Siegfried...! (sospira, si solleva e muore) |
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SIEGFRIED Zur Kunde taugt kein Toter. - So leite mich denn mein lebendes Schwert! (Fafner hat sich im Sterben zur Seite gewälzt. Siegfried zieht ihm jetzt das Schwert aus der Brust: dabei wird seine Hand vom Blute benetzt: er fährt heftig mit der Hand auf) Wie Feuer brennt das Blut! (Er führt unwillkürlich die Finger zum Munde, um das Blut von ihnen abzusaugen. Wie er sinnend vor sich hinblickt, wird seine Aufmerksamkeit immer mehr von dem Gesange der Waldvögel angezogen) Ist mir doch fast, als sprächen die Vöglein zu mir! Nützte mir das des Blutes Genuss? Das seltne Vöglein hier, horch, was singt es nur? |
SIEGFRIED Nessun morto vale ad informare. - Così dunque mi guidi la mia viva spada! (Fafner morendo s'è voltato sul fianco. Siegfried ora gli estrae la spada dal petto. Nel far questo, la sua mano viene irrorata dal sangue: la mano gli trasalisce con violenza) Come fuoco brucia questo sangue! (Porta involontariamente le dita alla bocca per succhiarne via il sangue. Mentre sta guardando pensieroso innanzi a sè, la sua attenzione viene sempre più attratta dal canto degli uccelli della foresta) Eppure mi par quasi, come se gli uccelletti mi parlassero! Mi gioverebbe forse aver gustato il sangue? Quell'uccello singolare, qui senti, che cosa mi canta? |
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STIMME EINES WALDVOGELS (aus den Zweigen der Linde über Siegfried) Hei! Siegfried gehört nun der Niblungen Hort! O, fänd' in der Höhle den Hort er jetzt! Wollt' er den Tarnhelm gewinnen, der taugt' ihm zu wonniger Tat: doch möcht' er den Ring sich erraten, der macht' ihn zum Walter der Welt! |
VOCE D'UN UCCELLO DELLA FORESTA (dai rami del tiglio sopra Siegfried) Oilà! Appartiene a Siegfried ora il tesoro dei Nibelunghi! Oh, trovasse nella caverna ora il tesoro! Se l'elmo magico volesse conquistare, ad impresa gioiosa certo gli varrebbe: però se potesse l'anello rintracciare, esso lo renderebbe padrone del mondo! |
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SIEGFRIED (hat mit verhaltenem Atem und verzückter Miene gelauscht) Dank, liebes Vöglein, für deinen Rat! Gern folg' ich dem Ruf! (Er wendet sich nach hinten und steigt in die Höhle hinab, wo er alsbald gänzlich verschwindet) |
SIEGFRIED (ha ascoltato trattenendo il respiro e con viso estasiato) Grazie, uccelletto caro, per il tuo consiglio! Volentieri seguirò il tuo richiamo! (Volgendosi verso il fondo scende nella caverna e subito scompare del tutto) |