

| (ZWEITER AUFZUG) | |
| DRITTE SZENE | |
| (Der Landgraf tritt aus einer Seitentüre ein, Elisabeth eilt auf ihn zu und birgt ihr Gesicht an seiner Brust) | |
|
LANDGRAF Dich treff ich hier in dieser Halle, die so lange du gemieden? Endlich denn lockt dich ein Sängerfest, das wir bereiten? |
|
|
ELISABETH Mein Oheim! O, mein güt'ger Vater! |
|
|
LANDGRAF Drängt Es dich, dein Herz mir endlich zu erschliessen? |
|
|
ELISABETH Sieh mir ins Auge! Sprechen kann ich nicht. |
|
|
LANDGRAF Noch bleibe denn unausgesprochen dein süss Geheimnis kurze Frist; der Zauber bleibe ungebrochen, bis du der Lösung mächtig bist. So sei's! Was der Gesang so Wunderbares erweckt und angeregt, soll heute er enthüllen und mit Vollendung krönen; die holde Kunst, sie werde jetzt zur Tat! (Trompeten im Hintergrunde tief, wie im Burghofte) Schon nahen sich die Edlen meiner Lande, die ich zum seltnen Fest hierher beschied; zahlreicher nahen sie als je, da sie gehört, dass du des Festes Fürstin sei'st. |