RichardWagner
Libretti
Die Walküre

(ZWEITER AUFZUG) (ATTO SECONDO)
ZWEITE SZENE SCENA SECONDA
BRÜNNHILDE

Schlimm, fürcht' ich,
schloss der Streit,
lachte Fricka dem Lose.
Vater, was soll
dein Kind erfahren?
Trübe scheinst du und traurig!
BRÜNNHILDE

Male, io temo,
si chiuse il contrasto,
se rise Fricka alla sorte.
Padre, che deve
tua figlia apprendere?
Torvo mi sembri e triste!
WOTAN
(lässt den Arm machtlos sinken
und den Kopf in den Nacken fallen)


In eigner Fessel
fing ich mich: -
ich Unfreiester aller!
WOTAN
(lascia cadere il braccio con gesto
d'impotenza ed abbassa il capo)


Nel mio stesso laccio
mi sono preso:...
io, di tutti il meno libero!
BRÜNNHILDE

So sah ich dich nie!
Was nagt dir das Herz?
BRÜNNHILDE

Così mai io ti vidi!
Che ti rode il cuore?
WOTAN
(von hier an steigert sich Wotans
Ausdruck und Gebärde bis zum
furchtbarsten Ausbruch)


O heilige Schmach!
O schmählicher Harm!
Götternot!
Götternot!
Endloser Grimm!
Ewiger Gram!
Der Traurigste bin ich von allen!
WOTAN
(da questo punto in poi, l'espressione
ed il gesto di Wotan salgono fino
alla più tremenda esplosione)


O sacro scorno!
O ignobile obbrobrio!
Divina distretta!
Divina distretta!
Furore senza fine!
Eterno dolore!
Di tutti sono io il più triste!
BRÜNNHILDE
(wirft erschrocken Schild, Speer
und Helm von sich und lässt
sich mit besorgter Zutraulichkeit
zu Wotans Füssen nieder)


Vater! Vater!
Sage, was ist dir?
Wie erschreckst du mit Sorge dein Kind?
Vertraue mir!
Ich bin dir treu:
sieh, Brünnhilde bittet!

(Sie legt traulich und ängstlich
Haupt und Hände ihm auf
Knie und Schoss)
BRÜNNHILDE
(getta via spaventata scudo,
lancia ed elmo, e si lascia cadere,
con intimità piena di apprensione,
ai piedi di Wotan)


Padre! Padre!
Dimmi che hai?
Perché turbi d'affanno tua figlia?
In me confida!
A te fedele io sono:
vedi, prega Brünnhilde!

(Ella appoggia capo e mani
sui ginocchi e sul petto di lui,
con familiarità piena d'angoscia)
WOTAN
(blickt ihr lange ins Auge; dann
streichelt er ihr mit unwillkürlicher
Zärtlichkeit die Locken. Wie aus
tiefem Sinnen zu sich kommend,
beginnt er endlich sehr leise)


Lass' ich's verlauten,
lös' ich dann nicht
meines Willens haltenden Haft?
WOTAN
(la guarda lungamente negli occhi;
poi le carezza i riccioli
con inconsapevole tenerezza.
Come rientrando in sé da un profondo
meditare, egli comincia alfine molto sommesso)


Se io lo dico,
non spezzerò io allora
il sostegno sicuro del mio volere?
BRÜNNHILDE
(ihm ebenso erwidernd)

Zu Wotans Willen sprichst du,
sagst du mir, was du willst;
wer bin ich,
wär' ich dein Wille nicht?
BRÜNNHILDE
(a lui, con egual tono rispondendo)

Al volere di Wotan tu parli,
se tu a me dici quel che tu vuoi;
chi sarei io,
se il tuo volere non fossi?
WOTAN
(sehr leise)

Was keinem in Worten ich künde,
unausgesprochen
bleib' es denn ewig:
mit mir nur rat' ich,
red' ich zu dir. -

(mit noch gedämpfter,
schauerlicher Stimme,
während er Brünnhilde
unverwandt in das Auge blickt)


Als junger Liebe
Lust mir verblich,
verlangte nach Macht mein Mut:
von jäher Wünsche
Wüten gejagt,
gewann ich mir die Welt.
Unwissend trugvoll,
Untreue übt' ich,
band durch Verträge,
was Unheil barg:
listig verlockte mich Loge,
der schweifend nun verschwand.
Von der Liebe doch
mocht' ich nicht lassen,
in der Macht verlangt' ich nach Minne.
Den Nacht gebar,
der bange Nibelung,
Alberich, brach ihren Bund;
er fluchte der Lieb'
und gewann durch den Fluch
des Rheines glänzendes Gold
und mit ihm masslose Macht.
Den Ring, den er schuf,
entriss ich ihm listig;
doch nicht dem Rhein
gab ich ihn zurück:
mit ihm bezahlt' ich
Walhalls Zinnen,
der Burg, die Riesen mir bauten,
aus der ich der Welt nun gebot.
Die alles weiss,
was einstens war,
Erda, die weihlich
weiseste Wala,
riet mir ab von dem Ring,
warnte vor ewigem Ende.
Von dem Ende wollt' ich
mehr noch wissen;
doch schweigend entschwand mir das Weib. -
Da verlor ich den leichten Mut,
zu wissen begehrt' es den Gott:
in den Schoss der Welt
schwang ich mich hinab,
mit Liebeszauber
zwang ich die Wala,
stört' ihres Wissens Stolz,
dass sie Rede nun mir stand.
Kunde empfing ich von ihr;
von mir doch barg sie ein Pfand:
der Welt weisestes Weib
gebar mir, Brünnhilde, dich.
Mit acht Schwestern
zog ich dich auf;
durch euch Walküren
wollt' ich wenden,
was mir die Wala
zu fürchten schuf:
ein schmähliches Ende der Ew'gen.
Dass stark zum Streit
uns fände der Feind,
hiess ich euch Helden mir schaffen:
die herrisch wir sonst
in Gesetzen hielten,
die Männer, denen
den Mut wir gewehrt,
die durch trüber Verträge
trügende Bande
zu blindem Gehorsam
wir uns gebunden, -
die solltet zu Sturm
und Streit ihr nun stacheln,
ihre Kraft reizen
zu rauhem Krieg,
dass kühner Kämpfer Scharen
ich sammle in Walhalls Saal!
WOTAN
(molto sommesso)

Quel che io a nessuno annunzio in parole,
mai proferito
rimanga, dunque, in eterno:
con me soltanto medito,
s'io parlo con te...

(con voce ancora più velata
e percorsa da brividi,
mentre tiene fisso lo sguardo
negli occhi di Brünnhilde)


Quando di giovine amore
languì il desiderio,
l'animo mio aspirò a potenza:
di improvvise brame dal
furore spinto,
a me conquistai il mondo.
Ingannatore inconsapevole,
infedeltà commisi,
con patti costrinsi
quel che in sé sventura celava:
astutamente Loge m'attrasse,
che vagabondo ora è scomparso.
All'amore tuttavia
non mi piacque rinunziare,
nella potenza io aspiravo all'amore.
Colui che la notte partorì,
il trepido Nibelungo,
Alberico, spezzò il vincolo d'amore;
all'amore maledisse
e con la maledizione conquistò
del Reno l'oro lucente,
e con quello, smisurato potere.
L'anello, ch'ei foggiò
con furberia gli tolsi;
ma non al Reno
io lo resi:
con quello pagai
i merli del Walhalla,
della rocca, che m'eressero i giganti,
onde sul mondo d'allora dominai.
Colei che tutto sa,
quel che una volta fu,
Erda, la sacra,
saggissima Wala,
mi sconsigliò dall'anello,
mi ammonì d'una fine eterna.
Di cotesta fine io volevo
sapere ancor più;
ma in silenzio mi sparve la donna...
Allora la serenità dell'animo persi,
di sapere sorse al dio desiderio:
nel grembo del mondo
giù balzai,
con incantesimo d'amore
la Wala costrinsi:
la superbia del suo sapere turbai,
sì ch'ella ormai discorso mi tenne.
Novella da lei attinsi;
pure di me un pegnoella accolse:
la più saggia donna del mondo,
te, o Brünnhilde, mi partorì.
Con otto sorelle
io t'allevai;
con voi Walkirie
volli allontanare
quel che a me la Wala
aveva dato a temere:
una vergognosa fine degli Eterni.
Perché forti alla pugna
ci trovasse il nemico,
volli che eroi voi mi procuraste:
coloro che un giorno imperiosamente
con leggi avevamo stretto:
gli uomini; costoro, cui
il coraggio avevamo vietato;
cui, di torbidi patti con
vincoli traditori,
a cieca obbedienza
ci eravamo astretti...
costoro avreste dovuto a stormo
ed a pugna voi dunque pugnare,
le loro forze eccitare
a rude guerra,
così che schiere di baldi campioni
raccogliessi nella sala del Walhalla.
BRÜNNHILDE

Deinen Saal füllten wir weidlich:
viele schon führt' ich dir zu.
Was macht dir nun Sorge,
da nie wir gesäumt?
BRÜNNHILDE

La tua sala bravamente riempimmo:
molti già io ti condussi.
Che ti affanna dunque,
da poi che mai indugiammo?
WOTAN
(wieder gedämpfter)

Ein andres ist's:
achte es wohl,
wes mich die Wala gewarnt!
Durch Alberichs Heer
droht uns das Ende:
mit neidischem Grimm
grollt mir der Niblung: -
doch scheu' ich nun nicht
seine nächtigen Scharen,
meine Helden schüfen mir Sieg.
Nur wenn je den Ring
zurück er gewänne,
dann wäre Walhall verloren:
der der Liebe fluchte,
er allein
nützte neidisch
des Ringes Runen
zu aller Edlen
endloser Schmach:
der Helden Mut
entwendet' er mir;
die Kühnen selber
zwäng' er zum Kampf;
mit ihrer Kraft
bekriegte er mich.
Sorgend sann ich nun selbst,
den Ring dem Feind zu entreissen.
Der Riesen einer,
denen ich einst
mit verfluchtem Gold
den Fleiss vergalt:
Fafner hütet den Hort,
um den er den Bruder gefällt.
Ihm müsst' ich den Reif entringen,
den selbst als Zoll ich ihm zahlte.
Doch mit dem ich vertrug,
ihn darf ich nicht treffen;
machtlos vor ihm
erläge mein Mut: -
das sind die Bande,
die mich binden:
der durch Verträge ich Herr,
den Verträgen bin ich nun Knecht.

Nur Einer könnte,
was ich nicht darf:
ein Held, dem helfend
nie ich mich neigte;
der fremd dem Gotte,
frei seiner Gunst,
unbewusst,
ohne Geheiss,
aus eigner Not,
mit der eignen Wehr
schüfe die Tat,
die ich scheuen muss,
die nie mein Rat ihm riet,
wünscht sie auch einzig mein Wunsch!
Der, entgegen dem Gott,
für mich föchte,
den freundlichen Feind,
wie fände ich ihn?
Wie schüf' ich den Freien,
den nie ich schirmte,
der im eignen Trotze
der Trauteste mir?
Wie macht' ich den Andren,
der nicht mehr ich,
und aus sich wirkte,
was ich nur will?
O göttliche Not!
Grässliche Schmach!
Zum Ekel find' ich
ewig nur mich
in allem, was ich erwirke!
Das andre, das ich ersehne,
das andre erseh' ich nie:
denn selbst muss der Freie sich schaffen:
Knechte erknet' ich mir nur!














































Musica
WOTAN
(nuovamente più velato)

Altra cosa ell'è:
bene considera,
di fronte a che m'ammonisce la Wala!
Per la schiera di Alberico
ci minaccia la fine:
con invidiosa rabbia
contro di me freme il nibelungo:...
pure non temo ormai
le sue schiere notturne;
i miei eroi mi darebbero vittoria.
Soltanto se mai l'anello
egli riconquistasse,
sarebbe allora il Walhalla perduto:
colui che all'amore maledisse,
egli solo
invidiosamente userebbe
le rune dell'anello,
di ogni nobile ad
onta infinita;
degli eroi il coraggio
da me distrarrebbe;
i coraggiosi stessi
costringerebbe a battaglia;
con la loro forza
mi guerreggerebbe.
Angosciato meditai dunque io stesso
di strappare l'anello al nemico.
Uno di quei giganti
ai quali io un giorno
con oro maledetto
compensai la fatica:
Fafner, custodisce il tesoro,
per il quale uccise il fratello.
A lui dovrei io rapire l'anello,
cui io stesso a lui pagai in tributo.
Se non che, con colui col quale ebbi patto,
non mi lice incontrarmi,
impotente a lui di fronte
soggiacerebbe il mio coraggio:...
questi sono i vincoli
che mi vincolano:
io, che sono per patti signore,
mi trovo ora servo dei patti.

Uno solo potrebbe,
quel che non mi lice:...
un eroe, cui aiutando
mai io m'inchinassi;
che, estraneo al dio,
privo del suo favore,
inconsapevole,
senza comando,
per propria distretta,
con propria arme
la gesta compiesse,
da cui debbo rifuggire,
che mai il mio consiglio gli consigliasse,
per quanto quella sola il mio desiderio desideri!
L'eroe, il quale contro il dio,
per me combattesse,
il nemico amichevole
come potrei trovarlo?
Come potrei creare il libero,
cui mai io facessi schermo,
che nella propria iattanza
[fosse] a me il più fido?
Come creerei quell'Altro,
che non [fosse] più me stesso,
e di per sé operasse
quello solo ch'io voglio?...
O divina distretta!
Orribile onta!
Nauseato io trovo
eternamente solo me stesso
in tutto quel ch'io opero!
L'Altro, cui io aspiro,
l'Altro mai io lo scorgo:
poiché il libero da sé stesso deve crearsi;
servi soltanto io mi asservo!
BRÜNNHILDE

Doch der Wälsung, Siegmund?
wirkt er nicht selbst?
BRÜNNHILDE

Pure il wälside, Siegmund?
Non opera per forza propria?
WOTAN

Wild durchschweift' ich
mit ihm die Wälder;
gegen der Götter Rat
reizte kühn ich ihn auf:
gegen der Götter Rache
schützt ihn nun einzig das Schwert,

(gedehnt und bitter)

das eines Gottes
Gunst ihm beschied.
Wie wollt' ich listig
selbst mich belügen?
So leicht ja entfrug mir
Fricka den Trug:
zu tiefster Scham
durchschaute sie mich!
Ihrem Willen muss ich gewähren.
WOTAN

Selvaggiamente corsi
con lui le selve;
contro il consiglio degli dei
l'incitai arditamente:
contro la vendetta degli dei
ora la spada soltanto lo difende;

(strascicando, con amarezza)

questa di un dio
il favore gli concesse.
Come vorrei io astutamente
me stesso ingannare?
Così facilmente invero domandando mi scoperse
Fricka l'inganno:
a mia somma vergogna
m'indovinò a fondo!
Alla sua volontà io debbo soggiacere.
BRÜNNHILDE

So nimmst du von Siegmund den Sieg?
BRÜNNHILDE

Dunque togli a Siegmund la vittoria?
WOTAN

Ich berührte Alberichs Ring,
gierig hielt ich das Gold!
Der Fluch, den ich floh,
nicht flieht er nun mich: -
Was ich liebe, muss ich verlassen,
morden, wen je ich minne,
trügend verraten,
wer mir traut!

(Wotans Gebärde geht aus dem
Ausdruck des furchtbarsten
Schmerzes zu dem der
Verzweiflung über)


Fahre denn hin,
herrische Pracht,
göttlichen Prunkes
prahlende Schmach!
Zusammenbreche,
was ich gebaut!
Auf geb' ich mein Werk;
nur Eines will ich noch:
das Ende,
das Ende! -

(Er hält sinnend ein)

Und für das Ende
sorgt Alberich!
Jetzt versteh' ich
den stummen Sinn
des wilden Wortes der Wala:
"Wenn der Liebe finstrer Feind
zürnend zeugt einen Sohn,
der Sel'gen Ende
säumt dann nicht!" -

Vom Niblung jüngst
vernahm ich die Mär',
dass ein Weib der Zwerg bewältigt,
des' Gunst Gold ihm erzwang:
Des Hasses Frucht
hegt eine Frau,
des Neides Kraft
kreisst ihr im Schoss:
das Wunder gelang
dem Liebelosen;
doch der in Lieb' ich freite,
den Freien erlang' ich mir nie.

(mit bittrem Grimm sich aufrichtend)

So nimm meinen Segen,
Niblungen-Sohn!
Was tief mich ekelt,
dir geb' ich's zum Erbe,
der Gottheit nichtigen Glanz:
zernage ihn gierig dein Neid!






































Musica
WOTAN

Io toccai l'anello di Alberico,
avido l'oro io tenni!
La maledizione, ch'io fuggii
ora non mi fugge...
Quel ch'io amo, debbo lasciare,
colui ch'io diligo, uccidere,
con tradimento tradire,
chi mi si affida!

(Il gestire di Wotan
passa dall'espressione
del più tremendo dolore
a quella della disperazione)


Addio, dunque,
magnificenza dominatrice,
di un fasto divino
vanitosa ignominia!
Che a pezzi rovini,
quel ch'io costrussi!
Alla mia opera rinunzio;
una cosa sola ancora voglio:
la fine,
la fine!...

(Si arresta meditabondo)

E per la fine
pensa Alberico!
Ora io comprendo
l'ascoso senso
del vaticinio selvaggio di Wala:
"Quando l'oscuro nemico dell'amore
creerà in collera un figlio,
la fine dei beati
non più tarderà!"...

Del nibelungo or ora
ho appreso novella,
che il nano una donna ha forzato,
il cui favore l'oro a lui costrinse:
il frutto dell'odio
nutre una donna,
la forza dell'invidia
le fa doglia nel grembo:
riuscì il miracolo
al senza amore;
invece io, che d'amore sposai,
l'uomo libero mai riesco a creare.

(drizzandosi con amaro corruccio)

Ricevi dunque la mia benedizione,
o figlio del nibelungo!
Quel che nel profondo mi nausea,
a te dono in retaggio:
della divinità il vano splendore:
che avida la tua invidia lo roda!
BRÜNNHILDE
(erschrocken)

O sag', künde!
Was soll nun dein Kind?
BRÜNNHILDE
(atterrita)

O dimmi, annunzia!
Che deve [far], dunque, tua figlia?
WOTAN
(bitter)

Fromm streite für Fricka;
hüte ihr Eh' und Eid!

(trocken)

Was sie erkor,
das kiese auch ich:
was frommte mir eigner Wille?
Einen Freien kann ich nicht wollen:
für Frickas Knechte
kämpfe nun du!
WOTAN
(amaro)

Fedele combatta per Fricka;
le difenda nozze e giuramento!

(asciutto)

Quel ch'ella ha deciso,
decido anch'io:
a che mi gioverebbe una mia volontà?
Un uomo libero non mi è possibile volere:
per i servi di Fricka
or dunque combatti!
BRÜNNHILDE

Weh'! Nimm reuig
zurück das Wort!
Du liebst Siegmund;
dir zulieb',
ich weiss es, schütz' ich den Wälsung.
BRÜNNHILDE

Ahimè! riprendi, pentito,
indietro la tua parola!
Tu ami Siegmund;
per amor tuo,
io lo so, proteggo il wälside.
WOTAN

Fällen sollst du Siegmund,
für Hunding erfechten den Sieg!
Hüte dich wohl
und halte dich stark,
all deiner Kühnheit
entbiete im Kampf:
ein Siegschwert
schwingt Siegmund; -
schwerlich fällt er dir feig!
WOTAN

Uccidere Siegmund tu devi,
per Hunding conquistare la vittoria!
Guárdati bene
e tienti salda,
d'ogni tua bravura
da' prova in campo:
una spada di vittoria
brandisce Siegmund;...
difficilmente ti cadrà da vile!
BRÜNNHILDE

Den du zu lieben
stets mich gelehrt,

(sehr warm)

der in hehrer Tugend
dem Herzen dir teuer, -
gegen ihn zwingt mich nimmer
dein zwiespältig Wort!
BRÜNNHILDE

Colui che tu di amare
sempre m'insegnasti,

(con molto calore)

colui, che in virtù augusta
è caro al tuo cuore,...
contro di lui mai mi costringerà
la tua ambigua parola!
WOTAN

Ha, Freche du!
Frevelst du mir?
Wer bist du, als meines Willens
blind wählende Kür?
Da mit dir ich tagte,
sank ich so tief,
dass zum Schimpf der eignen
Geschöpfe ich ward?
Kennst du, Kind, meinen Zorn?
Verzage dein Mut,
wenn je zermalmend
auf dich stürzte sein Strahl!
In meinem Busen
berg' ich den Grimm,
der in Grau'n und Wust
wirft eine Welt,
die einst zur Lust mir gelacht: -
wehe dem, den er trifft!
Trauer schüf' ihm sein Trotz!
Drum rat' ich dir,
reize mich nicht!
Besorge, was ich befahl:
Siegmund falle -
Dies sei der Walküre Werk!

(er stürmt fort und verschwindet
schnell links in Gebirge)
WOTAN

Ah! temeraria!
Contro me ti ribelli?
Chi sei tu, se non del mio volere
la cieca discernente scelta?
Poiché teco deliberai,
così nel profondo son caduto,
che scherno delle mie proprie
creature son divenuto?
Conosci tu, figlia, la mia collera?
Tremi il tuo coraggio,
se mai annientatore
su te il raggio di quella abbia a piombare!
Nel mio petto
il furore nascondo,
che in orrore e scompiglio
rovescia un mondo,
che un giorno mi rise di gioia...
guai a colui, cui colpisce!
Lutto gli porterebbe la sua iattanza!
E però ti consiglio,
non m'esasperare!
Provvedi a quel ch'io comando:
Siegmund cada!...
Sia questo opera della Walkiria!

(S'allontana precipitosamente e scompare
rapido a sinistra, tra i monti)
BRÜNNHILDE
(steht lange erschrocken
und betäubt)


So sah ich Siegvater nie,
erzürnt' ihn sonst wohl auch ein Zank!

(Sie neigt sich betrübt und
nimmt ihre Waffen auf, mit denen
sie sich wieder rüstet)


Schwer wiegt mir
der Waffen Wucht: -
wenn nach Lust ich focht,
wie waren sie leicht!
Zu böser Schlacht
schleich' ich heut' so bang.

(Sie sinnt vor sich hin
und seufzt dann auf)


Weh', mein Wälsung!
Im höchsten Leid
muss dich treulos die Treue verlassen!

(Sie wendet sich langsam
dem Hintergrunde zu)
BRÜNNHILDE
(resta lungamente
atterrita e stordita)


Mai così io vidi il Padre della vittoria,
per quanto altre volte una contesa l'abbia infuriato!

(Ella si china turbata,
e raccoglie le sue armi
con le quali nuovamente s'appresta)


Grave mi grava
delle armi il peso:...
se secondo voglia lottassi,
comme leggere sarebbero!
A mala battaglia,
piena d'ansia, io oggi m'avvio.

(Medita, lo sguardo fisso
innanzi a sé, poi sospira)


Ahimè, mio wälside!
Nel dolore supremo
ti deve infedele la fedele abbandonare!

(Si volge lentamente
verso il fondo)